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Mobile-Banking: Apps werden kaum genutzt

Lediglich ein Drittel der Mobilgeräte-Besitzer in Deutschland nutzt Apps zum Mobile-Banking, so eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting. Um die Attraktivität der Anwendungen zu erhöhen, sollten Finanzinstitute ihre Webseiten demnach für die mobile Nutzung aufrüsten.

In Deutschland nutzt nur rund ein Drittel der Besitzer mobiler Endgeräte Mobile-Banking-Angebote.

Der Studie zufolge bieten fast alle Banken in Deutschland Apps zum Mobile-Banking [1] an. Doch nur 34 Prozent der deutschen Nutzer von internetfähigen Mobilgeräten greifen demnach auch auf Apps von Banken zu. Müssten die Befragten zwischen klassischer Internetseite und App wählen, um Bankinformationen und -angebote abzufragen, würden sich mehr als zwei Drittel für die Homepage entscheiden und nur zwölf Prozent für die App, heißt es in der Studie.

“Damit mehr Bankkunden Mobile-Banking [2] betreiben, müssen die Institute ihre klassischen Webseiten für das mobile Internet fit machen”, erläutert Klaus Schilling, Mobile-Banking-Experte bei Steria Mummert Consulting. “Denn die Kunden wollen einerseits keine komplexen Bankgeschäfte auf einem kleinen Smartphone-Display durchführen. Und andererseits fehlt den Webseiten ein sogenanntes “Response Webdesign”, um mit Tablet-PCs darauf zugreifen zu können”, so Schilling weiter.

Mobile-Banking zur Kundenbindung

Die Studienautoren sind der Ansicht, dass sich Mobile-Banking für die Kundenbindung [3] lohnt. Im Branchenvergleich seien Nutzer von Banken-Apps die aktivsten. Über zwei Drittel von ihnen greifen demnach mindestens einmal wöchentlich auf eine mobile Anwendung zu. Bei Apps von Reiseanbietern sind es dagegen weniger als ein Drittel. Entsprechend hoch sei auch die Nutzer-Zufriedenheit. Fast hundert Prozent der Nutzer hätten am Mobile-Banking-Angebot nichts auszusetzen.

Mobile-Banking per App [4] war nur der erste Schritt”, erklärt Schilling. “Im nächsten Schritt müssen die Finanzinstitute ihren Internetseiten ein “Response Webdesign” verordnen. Und danach stellt sich die Frage, wie neue Gerätetypen, zum Beispiel Wearables, für innovative Ideen im Bankenbereich eingesetzt werden können.”

Für die Studie „Potenzialanalyse Mobility“ wurden im April 2014 in einer Online-Umfrage 1.000 Endkunden befragt. Dabei wurde untersucht, welche Einstellung die Bevölkerung zur Nutzung von Apps in ausgewählten Branchen hat. Die Daten sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung nach Alter, Geschlecht und Bundesland, gewichtet nach dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes. (jb)

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