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Honorarberater-Kongress: “Honorarberater gehen voran”

Am 3. März 2015 fand der zehnte Honorarberater-Kongress statt. Veranstalter waren erstmalig die Frankfurt Business Media GmbH und die Zeitschrift “Der Honorarberater”. Rund 500 Besucher und 30 Aussteller kamen in den Congress Park Hanau.

Der Amberger Verbund Deutscher Honorarberater (VDH [1]), der die Veranstaltung in den Vorjahren organisiert hatte, trat in diesem Jahr als Mitinitiator auf. “Es war für den F.A.Z.-Fachverlag Frankfurt Business Media der erste Honorarberater Kongress. Deshalb wussten wir nicht genau, was uns erwarten würde. Wir haben uns sehr über die vielen Teilnehmer und Aussteller gefreut, vor allem aber über die Zufriedenheit auf beiden Seiten und die insgesamt außerordentlich gute Atmosphäre”, kommentiert Eric Czotscher, verantwortlicher Redakteur “Der Honorarberater” beim F.A.Z. Fachverlag.

Referenten aus der Politik

Die beiden Hauptsponsoren des Honorarberater-Kongresses waren die Göttinger Plattform für Honorarberatung Honorarkonzept [2] und die Fondsgesellschaft Deutsche Asset + Wealth Management. Auch Cash. war als Medienpartner auf dem Kongress mit einem Stand vertreten. “Die beiden Hauptsponsoren waren sehr zufrieden mit der Resonanz – für sie war der Kongress eine super Gelegenheit sich im neuen Markt der Honorarberatung zu positionieren”, so Czotscher.

Als Keynote-Speaker hatten die Veranstalter den Staatssekretär für Verbraucherschutz vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) Gerd Billen [3] gewinnen können, der allerdings kurzfristig absagen musste. Statt seiner referierte Dr. Christian Gurgel, Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Verbraucherpolitik aus dem BMJV zum Thema “Zukunft der Anlage-, Versicherungs- und Kreditberatung”. Der zweite Keynote-Speaker berichtete Dr. Nico Spiegel, Legal Officer der EU-Kommission, über den Stand der europäischen Regulierungsmaßnahmen.

Seite zwei: Zwei Podiumsdiskussionen und ein Praxisdialog [4]

In der ersten Podiumsdiskussion um zehn Uhr zum Thema “Wie unterstützt die Regulierung die Honorarberatung?” sprachen Dr. Günter Birnbaum, Abteilungspräsident im Bereich Wertpapieraufsicht/ Asset-Management bei der Bafin [5], Andreas Grünewald, Vorstandsvorsitzender vom Verband unabhängiger Vermögensverwalter, Michael Heinz, Präsident beim Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute, Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband und Kathrin Kleinjung Sprecherin des Berufsverbands deutscher Honorarberater [6] unter der Moderation von Michael Hedtstück, Chefredakteur FINANCE-Online beim F.A.Z.-Fachverlag.

Nach dem Mittagessen stand die zweite Podiumsdiskussion auf dem Programm. In der “Elefantenrunde” sprachen die  drei führenden Dienstleister Für Honorarberatung über die Frage “Wege in die Honorarberatung – Wie setze ich das praktisch um?”. Neben VDH-Geschäftsführer Dieter Rauch [7] saßen Con.Fee-Vorstandsvorsitzender  Thomas Meinhardt, Honorarkonzept-Geschäftsführer Volker Britt und Ulf Niklas, Sprecher der Bundesinitiative zur Förderung der Honorarberatung auf dem Podium.

Steigende Bedeutung der Honorarberatung

Moderiert wurde die Runde von Cash.-Redakteurin Julia Böhne. Die Diskutanten beantworteten Fragen rund um den Einstieg in die Honorarberatung [8], ihre Serviceangebote und Geschäftsmodelle. Zudem kamen die Themen Unabhängigkeit von Produktgebern, Regulierung und Zukunft der Honorarberatung in Deutschland zur Sprache. Die Diskussionsteilnehmer zeigten sich unisono überzeugt davon, dass die Honorarberatung in Deutschland in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

Insbesondere VDH-Geschäftsführer Rauch habe sich zum Ende der Diskussion optimistisch. Auf die Frage, wann sich der Honorarberater-Kongress mit der DKM [9] werde messen können, sagte er: “Geben Sie uns noch fünf Jahre.” Eine überspitzte Prognose, die unter Diskussionsteilnehmern und Zuhörern für Heiterkeit sorgte. “Schön, dass neben dem VDH die beiden wichtigsten Wettbewerber an Bord waren. Die Elefantenrunde hat gezeigt, dass es doch viel Verbindendes zwischen den dreien gibt”, so Organisator Czotscher.

Seite drei: Zahlreiche Workshops und Vorträge [10]

Am Nachmittag stand ein Praxisdialog auf der Agenda. Sechs Honorarberater [11], die mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen erfolgreich sind, teilten ihre Erfahrungen, gaben praktische Tipps und beantworteten Fragen. Eric Czotscher führte den Programmpunkt. “Ich bin begeistert, mit welchem Idealismus die Honorarberater ihrem Geschäftsmodell vertrauen und nachgehen und wie gerne sie bereit sind, ihre Erfahrungen offen mit anderen zu teilen”, so Czotscher. Beide Podiumsdiskussionen sowie der Dialog fanden im großen Brüder-Grimm-Saal des Congress Park Hanau statt und waren gut besucht.

Insgesamt standen zudem über den Tag verteilt 28 Workshops und Vorträge auf der Agenda. “Es gab auch viele interessante und gut besuchte Sessions in den Nebenräumen. Beim Publikum kamen Vorträge/Workshops, in denen Dienstleister gemeinsam mit Honorarberatern [12] aufgetreten sind, die aus ihrer Praxis berichteten, besonders gut an”, berichtet Czotscher vom F.A.Z. Fachverlag. Im Anschluss an den Kongress nutzten Aussteller und Besucher ab 17:30 Uhr die Möglichkeit, bei einem “Get-Together” zu Netzwerken und sich über den Kongresstag auszutauschen.

Der nächste Kongress soll laut Veranstalterangaben in ähnlicher Form, doch mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten stattfinden. “In Zukunft wollen wir den Kongress noch weiter öffnen und die Zukunft der Finanzberatung und –vermittlung in Deutschland präsentieren”, erläutert Czotscher. “Unter dem Stichwort Honorarberatung [13] soll es künftig noch stärker um Beratungs- und Betreuungsqualität generell gehen. Letztlich sollte die Kundenbedürfnisse im Fokus stehen somit der aufgeklärte und selbst verantwortlich entscheidende Kunde.” (jb)

Foto: Cash.