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Bafin-Beraterregister: “Normalisierung des Beschwerdeaufkommens”

Im vergangenen Jahr wurden fast 5.200 Beschwerden von Bankkunden an das Mitarbeiter- und Beschwerderegisters der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) gemeldet. Damit sind rund 700 Bescherden weniger als im Vorjahr eingegangen.

Die Bafin zählte 5.162 Beschwerden und Anfragen im abgelaufenen Jahr.

Im vergangenen Jahr haben sich erneut Tausende Bankkunden bei der Finanzaufsicht Bafin über ihr Kreditinstitut beschwert – allerdings gab es weniger Fälle als 2015.

5.162 (2015: 5.890) Beschwerden und Anfragen zählte die Bafin nach Angaben einer Sprecherin im abgelaufenen Jahr [1].

Bafin: “Keine Entspannung der Lage”

Die sinkende Zahl sei allerdings eher als “Normalisierung des Beschwerdeaufkommens” denn als wirkliche Entspannung der Lage zu interpretieren.

Denn im Jahr 2015 [2] hatte ein Sondereffekt die Zahlen nach oben getrieben: Viele Bankkunden wandten sich wegen Bearbeitungsgebühren bei Verträgen über Verbraucherdarlehen an die Bafin.

Zu diesem Thema gab es erhöhten Aufklärungsbedarf, nachdem der Bundesgerichtshof 2014 die Vereinbarung derartiger Gebühren für unzulässig erklärt und entschieden hatte, dass eine Rückforderung der Gebühren möglich ist.

Bafin: “Beschwerdeaufkommen auf Vorjahresniveau”

“Bereinigt um diesen Sondereffekt ist davon auszugehen, dass das allgemeine Beschwerdeaufkommen 2016 in etwa dem des Vorjahrs entsprechen dürfte”, teilte die Bafin mit.

Im Rahmen ihres Mitarbeiter- und Beschwerderegisters [3] sammelt die Bafin seit 1. November 2012 die Daten von Anlageberatern in Deutschland und registriert Kundenbeschwerden. (dpa-AFX)

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