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MLP meldet Ergebnissprung im ersten Quartal

Der Wieslocher Finanzdienstleister MLP ist eigenen Angaben zufolge mit einem deutlichen Ergebnisanstieg ins Jahr 2017 gestartet. Auch die Provisionserlöse sind demnach im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen.

MLP ist mit einem Ergebnissprung ins Jahr 2017 gestartet.

Im ersten Quartal 2017 ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ebit) des Finanzdienstleisters MLP [1] um 51,1 Prozent auf 13,3 Millionen Euro gestiegen (erstes Quartal 2016: 8,8 Millionen Euro). Das Ebit wuchs auf 12,5 Millionen Euro (8,7 Millionen Euro) an. Die Gesamterlöse erhöhten sich im gleichen Zeitraum um sieben Prozent auf 163,0 Millionen Euro (152,4 Millionen Euro). Das Konzernergebnis liegt bei 8,6 Millionen Euro (6,2 Millionen Euro).

“Wir sind mit dem Ziel ins Jahr gestartet, unser Ergebnis deutlich zu steigern. Wir liegen nach drei Monaten voll im Plan und sind mit dem Jahresauftakt zufrieden. Das unterstreicht auch, dass unsere strategischen Initiativen zunehmend greifen”, sagt MLP-Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Schroeder-Wildberg [2]. “Gleichzeitig bleiben Risiken, insbesondere im Markt für Altersvorsorge, aber auch durch die politischen Unsicherheiten in der Krankenversicherung.”

Plus bei Vermögensmanagement, Minus bei Altersvorsorge

Der größte Teil der Gesamterlöse machten die Provisionserlöse mit 153,8 Millionen Euro (143,6 Millionen Euro) aus. Die Erlöse aus dem Zinsgeschäft sind mit 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gesunken (5,2 Millionen Euro). Im Vermögensmanagement wuchsen die Erlöse um 17 Prozent auf 45,7 Millionen Euro (38,9 Millionen Euro).

Auch in der Beratung zu Immobilienfragen haben sich die Erlöse laut MLP “sehr dynamisch” entwickelt. Sie sind in den “Übrigen Beratungsvergütungen” enthalten, die um 83 Prozent gegenüber dem Vorjahr [3] auf 4,4 Millionen Euro (2,4 Millionen Euro) anstiegen. in der Sachversicherung wurden mit 52,8 Millionen Euro ebenfalls Erlöse über dem Vorjahr (50,7 Millionen Euro) erzielt.

In der Krankenversicherung wurden mit 11,9 Millionen Euro Erlöse auf Vorjahresniveau erwirtschaftet (11,8 Millionen Euro). Negativ entwickelten sich Neugeschäft (von 582 Millionen Euro auf 567 Millionen Euro) und Provisionserlöse (von 36,2 Millionen Euro auf 35,2 Millionen Euro) in der Altersvorsorge. Bei den neu vermittelten Verträgen stieg der Geschäftsanteil ohne klassische Garantien weiter auf 91 Prozent (84 Prozent) an.

Seite zwei: Neukunden durch Online-Abschluss [4]

Zum 31. März 2017 werden 519.800 Familienkunden durch MLP betreut (31. Dezember 2016: 517.400). Die Zahl der brutto neu gewonnen Familienkunden wuchs im ersten Quartal um neun Prozent auf 4.900 (4.500). Die Zahl der betreuten Firmen- und institutionellen Kunden stieg leicht auf 19.300 (31. Dezember 2016: 19.200).

15 Prozent der Familien-Neukunden wurden laut MLP [5] über den Onlineproduktabschluss – hauptsächlich im Bereich Auslandsreise-Krankenversicherung – gewonnen. Um die Online-Kundengewinnung zu stärken, hat sich der Finanzdienstleister im März mit 25,1 Prozent am Start-up Uniwunder beteiligt. Zum 31. März waren 1.913 Kundenberater für MLP tätig (31. Dezember 2016: 1.940).

Spaltung von Makler- und Bankgeschäft

Bereits im Februar hatte MLP mitgeteilt, im laufenden Jahr das Makler- und das regulierte Bankgeschäft voneinander trennen [6] zu wollen. Die Spaltung soll dazu führen, dass die freien aufsichtsrechtlichen Eigenmittel deutlich ansteigen. Die Umsetzung verläuft laut MLP planmäßig. Für die Trennung der beiden Geschäftsbereiche werden im Gesamtjahr Einmalaufwendungen von rund neun Millionen Euro anfallen.

MLP erwartet trotz dieser Sonderaufwendungen 2017 ein Ebit von mindestens 36 Millionen Euro (2016: 19,7 Millionen Euro) und einem operativen Ebit von mindestens 45 Millionen Euro (2016: 35,1 Millionen Euro). “Unsere 2016 initiierten Kostenmaßnahmen verlaufen planmäßig und stellen eine wichtige Basis dar, unser Ergebnis im angelaufenen Jahr wieder deutlich zu steigern”, sagt Finanzvorstand Reinhard Loose. (jb)

Foto: MLP