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Data Science Experten als Rückgrat der Finanzrevolution

Billy Beane und Peter Brand waren es, die in den “Moneyball Years“ die Major League Baseball nachhaltig auf den Kopf stellten, indem sie Sportler-Daten in bislang unbekanntem Ausmaß sammelten und analysierten. Auch in der Finanzindustrie spielen Data Science Experten eine Schlüsselrolle.

Gastbeitrag von Alexander Schlomberg und Arne Hosemann, Expertlead

Alexander Schlomberg und Arne Hosemann: “Die Zukunft der Finanzindustrie hat bereits begonnen.”

Sie bewerteten die Effektivität von Spielern auf diese Weise völlig neu und brachten so ein finanziell weit unterlegenes Team regelmäßig in die Playoffs.

Dies war ein Erfolg, der in anschaulicher Art und Weise die Relevanz und Effektivität von Datenanalyse veranschaulicht hat – in einem Umfeld, in dem bis dato niemand etwas für das Sammeln und Auswerten von Daten übrig hatte.

Inzwischen ist der Sport mindestens zwei Schritte weiter, die Wirtschaft ohnehin: beim buzz word ‘Big Data’ [1] geht es zudem um ganz andere Datenmengen als damals in den “Moneyball Years“.

Immer mehr nutzbare Daten

Eine der wichtigsten Fragen in deutschen Unternehmen ist aktuell welche technische Infrastruktur es dem Unternehmen erlaubt, möglichst viele Daten im Unternehmen möglichst schnell und präzise sammeln und auswerten zu können.

Gerade in der Finanzbranche [2] spielen Data Science Experten eine Schlüsselrolle – die verfügbaren und nutzbaren Daten in der Finanzindustrie wachsen seit Jahren exponentiell.

Zahlreiche Fintech-Unternehmen haben sich diese ungeheuren Datenmengen zu Nutze gemacht – und dabei zudem davon profitiert, dass die etablierten Spieler die “Revolution“ nur sehr spät haben kommen sehen.

Seite zwei: Gewaltige Anwendungsbereiche für Big Data [3]

Und so passiert es, dass Wirecard [4] die Commerzbank aus dem DAX werfen wird. Die Anwendungsbereiche von “Big Data“ in der Finanzindustrie sind gewaltig – und haben zum Beispiel den Aufstieg von robo advisors innerhalb kürzester Zeit ermöglicht und die Rolle von Predictive Analytics für die Finanzindustrie gestärkt.

Die Zukunft der Finanzindustrie hat bereits begonnen und sie liegt in einer Überführung der traditionell aktiv gemanagten Strategien in eine technologisch geprägte Ära.

Diese Ära wird sich nicht nur auf Fonds erstrecken – diese werden seit Jahren zunehmend automatisierter verwaltet –, sondern dank der schieren Menge verfügbarer Daten lassen sich gänzlich neue und präzisere Anlagestrategien für immer neue Sub-Kundengruppen entwickeln. Auch lassen sich künftige Geschäfts- und Marktentwicklungen immer genauer prognostizieren.

Fintechs greifen etablierte Player an

Da der Finanzsektor unter besonders strikter Kontrolle von Seiten der Regulierungsbehörden und Gesetzgebern steht, müssen die Firmen und Banken im Vergleich zu anderen Industrien auf sehr spezifische Technologien und Arbeitsprozesse setzen.

Dies erfordert speziell geschulte und ausgebildete Experten – und auch hier greifen die Fintechs [5] die etablierten Player an, denn deren Arbeitsumfeld wirkt gerade für die jungen tech und data Experten deutlich attraktiver als das einer Großbank.

Da gerade die etablierten Banken jedoch besonders stark in IT investieren müssen, um von den zahlreichen neuen digitalen Geschäftsmodellen nicht überholt zu werden, entsteht ein Engpass bei der Rekrutierung von Mitarbeitern, die die Banken fit für die nächsten zehn Jahre machen können.

Seite drei: Data Science Experten werden überall gebraucht [6]

Die technischen Fähigkeiten der Data Scientists [7] sind derzeit so begehrt, dass nahezu alle Firmen Probleme haben den Bedarf zu decken – und dieses Problem potenziert sich bei den “old economy“ Playern.

Dies hat auch mit einem Trend zu tun, der sich gerade bei technisch geprägten, jungen Arbeitnehmern immer weiter verstärkt: die Talente wollen unabhängig sein, von Zuhause arbeiten und inhaltlich möglichst viel Abwechslung in ihrem Beruf erleben. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung des Berufs für das eigene Leben und das Wohlbefinden erheblich ab.

Eine Festanstellung bei einem großen Unternehmen ist daher für viele junge Talente häufig nicht mehr die erste Wahl. Hingegen steigt die Anzahl der Freelancer, in Deutschland wie auch international, seit Jahren.

Dabei gilt: je neuer und komplexer die Technologie, desto eher müssen Unternehmen auf die Expertise externer Fachleute zurückgreifen. Eine Lösung ist hier die projektbasierte Anstellung von Freelancern, die sich zum Beispiel auf Business oder Predictive Analytics spezialisiert haben.

Freelancer gegen den Fachkräftemangel

Die Anstellung von tech-Freelancern bietet dabei nicht nur für die Spezialisten selbst große Vorteile. So können Projekte schnell gestartet werden – und gegebenenfalls ebenso schnell beendet werden, sofern sich das Marktumfeld oder die Strategie verändert. Dabei ist das Zurückgreifen auf Freelancer keinesfalls der letzte Ausweg, um Recruiting-Engpässe zu umgehen – im Gegenteil.

Eine Firma wie Google [8], die niemals Probleme hatte führende Talente dauerhaft für sich zu gewinnen, hat im letzten Jahr erstmals mehr Freelancer als feste Mitarbeiter beschäftigt. Auch dort setzt man also auf punktuelle Verstärkung von außen – offenbar in erheblichem Maß.

Kein Unternehmen, das ähnlich komplexe Tech-Projekte wie etwa die Banken in Deutschland und Europa vorantreiben muss, kann es sich dabei erlauben auf IT’ler zu setzen, die hinsichtlich Fähigkeiten und Erfahrung zum Durchschnitt im Markt gehören.

Seite vier: Auf die Besten ihres Fachs setzen [9]

Um mit der digitalen Transformation auf hohem Niveau Schritt halten zu können, ist es unerlässlich, dass man nicht auf irgendwelche Hilfe von außen setzt, sondern auf Leute, die nachweislich zu den Besten ihres Fachs gehören – nur so wird das interne Team sinnvoll ergänzt. Genau das haben wir uns bei Expertlead [10] vorgenommen.

Bei dieser Qualifizierung können externe Personaldienstleister dann behilflich sein, wenn sie den Markt verstehen und aufgrund ihres technologischen Wissens einschätzen und überprüfen können, ob ein Experte mit seinen Fähigkeiten tatsächlich die Bedürfnisse und Anforderungen der Bank beziehungsweise des suchenden Auftraggebers erfüllten kann.

Über Landesgrenzen hinweg schauen

Das mehr oder weniger ungeprüfte Weiterleiten von Lebensläufen greift zu kurz, weil viele der technischen Herausforderungen zu komplex und die Digitalprojekte [11] für die jeweiligen Unternehmen “mission critical“ sind.

Bei der Suche nach den versiertesten Experten ist es sinnvoll auch über Landesgrenzen hinweg zu blicken: In Zeiten von Videokonferenzen, Screen Sharing und der Cloud ist eine Remote- Zusammenarbeit mit den besten IT-Talenten der Welt technisch wie operativ problemlos möglich.

Alexander Schlomberg und Arne Hosemann sind Co-Founder von Expertlead.

Fotos: Expertlead, Shutterstock

 

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