Anzeige
12. Februar 2018, 10:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Na dann viel Spaß, liebe BaFin

Dass mit der FinVermV-Neufassung schon der „große Wurf“ für eine wie auch immer geartete BaFin-Aufsicht erfolgt, erscheint jedoch unwahrscheinlich. Dafür ist die Zeit wohl zu knapp, zumal einiges Gezerre um die Verordnung zu erwarten ist.

Federführend für die FinVermV ist bislang das Wirtschaftsministerium, das laut Groko-Vertrag von der SPD an die CDU abgegeben wird. Mit einem Wechsel des Aufsichtsregimes zur BaFin würde die Zuständigkeit in das Finanzministerium wandern, das wiederum von der CDU an die SPD fällt. Die Konstellation wird wahrscheinlich weder einer sachgerechten Lösung noch einem schnellen politischen Umsetzungsprozess besonders zuträglich sein.

Justiz und Verbraucherschutz bleibt SPD-Ressort

Keine gute Nachricht für den freien Vertrieb ist insofern auch, dass neben dem Finanzressort auch das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz (weiterhin) von der SPD geführt wird und sich wahrscheinlich kräftig einmischen wird.

Das lässt nichts Gutes erwarten, auch wenn der als Finanzminister gehandelte Olaf Scholz (SPD) sicherlich nicht zu den linken Ideologen in seiner Partei zählt. Ob er ihnen viel entgegensetzen wird, bleibt indes abzuwarten.

Also: Noch ist – inklusive der Frage, ob die Groko überhaupt zustande kommt – nicht viel entschieden. Allerdings hat sich die Hoffnung, dass sich der Regulierungs-Marathon mit der MiFID-II-Umsetzung endlich dem Ende entgegen neigt, für den freien Vertrieb wohl zerschlagen.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse und betreut das Cash.-Ressort Sachwertanlagen. Er beobachtet den Markt der Sachwert-Emissionen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit mehr als 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

Foto: Florian Sonntag

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Pläne für Bestellerprinzip setzen einen falschen Fokus

Medienberichten zufolge prüft Bundesjustizministerin Katarina Barley aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt und künftig derjenige die Kosten zu tragen habe, der den Makler beauftragt – in der Regel also der Verkäufer. Der ZIA Zentraler Immobilienschuss sieht die Ursache für hohe Kaufnebenkosten an anderer Stelle.

mehr ...

Investmentfonds

Albayrak dankt für deutsche Unterstützung

Katar bietet der Türkei an, 15 Milliarden Dollar in die Türkei zu investieren. Doch die Lage bleibt angespannt. Inzwischen hat Albayrak auch mit Olaf Scholz und Emmanuel Macron telefoniert. Die Festnahmen deutscher Staatsbürger enden dennoch nicht.

mehr ...

Berater

Schiffsfinanzierung: Betrugsprozess in Kiel gestartet

Zwei Männer müssen sich seit Donnerstag vor dem Kieler Landgericht in einem Betrugsverfahren um eine angebliche Schiffsfinanzierung verantworten. Dies berichten die “Kieler Nachrichten”.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity kauft in Schwaben zu

Die Leipziger Publity AG hat eine vollvermietete Büroimmobilie in Sindelfingen bei Stuttgart erworben. Das Multi-Tenant-Objekt wurde im Jahr 1992 erbaut und verfügt über insgesamt knapp 6.500 Quadratmeter Mietfläche.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...