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Wie viel Coaching braucht Führung 4.0?

Schneller, höher, weiter: Die Anforderungen an das vielbeschworene Arbeiten 4.0 stellt Führungskräfte vor neue Aufgaben. Vor allem wenn es um den Kampf um die besten Köpfe geht.

Gastbeitrag von Ilona Lindenau, Business-Coach

Ilona Lindenau: “Selbstreflexion ist eine Schlüsselqualifikation zu guter Führung und Mitarbeiterbindung.”

Die besten Talente warten in Zeiten der Digitalisierung nicht auf Headhunter. Sie agieren selbstbewusst und wissen um ihr Potenzial. Daher prüfen Führungskräfte von morgen die Führungskräfte von heute auf Herz und Nieren.

Und das nicht nur sprichwörtlich. Wer also erfolgreich und vor allem nachhaltig Nachwuchs rekrutieren will, braucht Stil, Empathie und eine gefestigte Persönlichkeit.

Drei Charaktereigenschaften, die nicht nur Kollegen und Mitarbeiter [1] überzeugen, sondern auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Zukunftsausrichtung eines Unternehmens haben.

Wer führen will, muss coachen können

Selbstreflexion ist dabei eine Schlüsselqualifikation zu guter Führung [2] und Mitarbeiterbindung. Je besser ich mich selbst als Mensch führe, desto besser kann ich auch andere Menschen führen.

Die Aufgabe klingt simpel und doch erfordert sie ein funktionierendes und anwendbares Instrumentarium: Umso reichhaltiger mein Methodenkasten zur Selbstführung bestückt ist, desto gezielter kann ich das Werkzeug Coaching auch beim Führen anderer anwenden.

Der Chef agiert damit als interner Coach, der seine Mitarbeiter bei der Entwicklung individueller Lösungen unterstützt, vorhandene Stärken und Potenziale erkennt und diese optimiert. Das Resultat sind motivierte Mitarbeiter, die als Botschafter ihres Unternehmens wiederum Außenstehende überzeugen können.

Die Botschaft ist klar: Wer künftig erfolgreich führen will, braucht Coaching-Kenntnisse. Nicht ohne Grund gilt Business Coaching mittlerweile als wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung und zählt zu den weltweit am schnellsten wachsenden Branchen.

Der Mensch im Mittelpunkt

Wie viel Coaching bedarf jedoch eine Führungskraft [3]? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Wer ein gesundes Verständnis für Ursachen und Zusammenhänge verfügt, kann souverän mit herausfordernden Mitarbeitern und Situationen umgehen.

Dabei ist es wichtig, unvoreingenommen und wertfrei im Umgang mit Mitarbeitern zu sein. Auch die Kunst des Zuhörens und der Reflektion will gelernt sein.

Wohlgemerkt: Die Rolle des Coachs ersetzt dabei nicht die Rolle des Vorgesetzten. Die Integration von Coaching-Fähigkeiten im Führungsalltag zu verankern heißt, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und dabei die Werte und Ziele des Unternehmens an den Menschen weiterzugeben.

Seite zwei: Möglichst authentisch bleiben

Brenzlig wird es allerdings, wenn sich die Führungskraft mit den vorgegebenen Zielen und Entscheidungen der Unternehmensführung kaum identifizieren kann. Das ist häufig im mittleren Management multinationaler Unternehmen [4] der Fall.

Hier gilt: bleiben Sie authentisch. Setzen Sie sich mit diesem Konflikt auseinander und vermitteln und diskutieren Sie hier auch transparent und offen mit ihrem Team. Eine berufsbegleitende Coaching-Ausbildung kann das notwendige Handwerkszeug vermitteln und Kommunikationsfähigkeit stärken.

Konflikte schnell erkennen und lösen

Führung 4.0 heißt also vor allem eines: lebenslanges Lernen und Reflektieren. Davon profitieren nicht nur Mitarbeiter, sondern vor allem die Führungskraft selbst.

Sie ist fokussiert darauf, Konflikte schneller zu erkennen und unterstützende Maßnahmen zeitnah einzuleiten und damit den Mitarbeiter als Menschen, der fehlbar sein darf, in den Mittelpunkt zu stellen.

Damit wird auch klar, wer den Kampf um die besten Köpfe gewinnt: Die Führungskraft, die sowohl fachlich als auch menschlich überzeugen kann – im Team wie auch in externen Gesprächen.

Denn der Mensch bleibt auch beim Arbeiten 4.0 [5] die wichtigste Ressource eines Unternehmens – allerhöchste Zeit, diesen auch in der Führung ganzheitlich zu betrachten.

Autorin Ilona Lindenau verfügt über ein umfassendes Know-how und langjährige Expertise als Business-Coach, spezialisiert auf Kommunikations- und Führungstraining. Als international tätige Trainerin mit eigener Akademie unterstützt Lindenau seit vielen Jahren Führungskräfte und Unternehmen, Ziele zu erreichen und ihren Erfolg zu steigern.
Mit ihrem Ausbildungsangebot zum International Business Coach und zum International Life- und Business Coach mit IHK-Zertifikat setzt ihre Akademie neue Meilensteine in der Coachingausbildung. 

Foto: Ilona Lindenau

 

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