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Aareal Bank kürzt Dividende deutlicher als erwartet

Die Aareal Bank will die Dividende für das vergangene Jahr wegen der unsicheren Marktlage stärker kürzen als von Experten erwartet. Das teilte die im MDax notierte Bank am späten Montagabend in Wiesbaden mit.

Die Zahlen für das vergangene Jahr sollen wie vorgesehen am 27. Februar veröffentlicht werden.

Der Hauptversammlung soll für 2018 die Ausschüttung einer Dividende von 2,10 Euro je Aktie [1] vorgeschlagen werden, teilte die im MDax notierte Bank am späten Montagabend in Wiesbaden mit. Für 2017 hatte die Bank noch 2,50 Euro je Anteil als Gewinnbeteiligung an die Aktionäre ausgeschüttet.

Von Bloomberg befragte Experten hatten wegen des erwarteten Rückgangs beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn zwar mit einer Dividendenkürzung gerechnet, dabei aber zuletzt im Schnitt einen Wert von 2,25 Euro auf dem Zettel.

Potenziale und Chancen

“Mit dem Dividendenvorschlag schaffen wir eine Balance zwischen dem Interesse unserer Aktionäre einerseits und dem zunehmend unsicheren Marktumfeld [2] andererseits”, sagte Konzernchef Hermann Merkens

“Gleichzeitig erlaubt dies uns weiterhin, die Potenziale und Chancen, die sich unserem Unternehmen bieten, wahrnehmen zu können”, sagte er weiter.

Seite zwei: Details zur Gewinnentwicklung? [3]

Die Dividende entspreche einer Ausschüttungsquote am oberen Rand der im Rahmen der Dividendenpolitik angekündigten Spanne von 70 bis 80 Prozent, bezogen auf das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Stammaktie (EPS).

Die Bank [4] nannte keine weiteren Details zur Gewinnentwicklung. Die Zahlen für das vergangene Jahr sollen wie vorgesehen am 27. Februar veröffentlicht werden.

Positiver Effekt durch Übernahme

Beim Betriebsergebnis hatte die Aareal Bank zuletzt einen Wert von 312 bis 352 (2017: 328) Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Darin enthalten ist ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 52 Millionen Euro aus der Übernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank [5], die im September angekündigt worden war.

Ohne diesen Effekt würde das Betriebsergebnis im laufenden Jahr sinken. 2017 hatte die Bank allerdings auch von der Auflösung von Rückstellungen profitiert. Zudem baut das Institut Kreditbestände ab, die nicht mehr zu seinem Kerngeschäft passen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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