31. Juli 2020, 12:18
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Chancen in der Krise

Die Coronakrise hat für uns alle Unsicherheiten mitgebracht. Vor allem finanzielle Sorgen machen vielen zu schaffen. Zahlreiche Angestellte sind in Kurzarbeit, Selbstständige bangen um Aufträge und überhaupt sieht es auf dem Konto alles andere als rosig aus. Gastbeitrag von Vreni Frost, Bloggerin und Autorin 

IMG 2070 in Chancen in der Krise

Vreni Frost

Jetzt ist also ein guter Zeitpunkt, um einmal den finanziellen Status Quo zu beleuchten. Wie sieht meine aktuelle Lage aus und wie kann ich sie verbessern? Ich habe mich immer gegen ein Haushaltsbuch gesperrt – langweilig, zeitaufwändig und überhaupt durchblicke ich das auch ohne… Wirklich? In meinem neuen Podcast Summa Summarum – Finanzen verstehen” wurde ich eines Besseren belehrt.

Für die einzelnen Folgen lade ich Profis zum Gespräch, die ich dann zu den unterschiedlichsten Themen löchern darf. Als Finanz-Laie sprach ich in der ersten Folge mit zwei Finanzcoaches, die mir grundlegende Vermögensfragen beantworteten. Neben dem berühmten Notgroschen von rund drei Gehältern kamen wir auch zum Thema Haushaltsbuch. Und so führe ich nun seit Wochen eines. Ganz easy per App. Und jetzt habe ich es auch schwarz auf weiß, dass ich im Corona Shutdown etwas exzessiv in Online-Shops unterwegs war. Es ist gut, das einmal in Zahlen zu sehen, und nicht nur zu vermuten und als “ach, wird nicht so schlimm sein” abzutun.

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich endlich die ungenutzten Streaming-Abos kündigen sollte, genauso wie den viel zu teuren Handyvertrag, den ich vor 15 Jahren abgeschlossen habe. Alles Dinge, die mir schon lange unterbewusst klar sind, die ich bis jetzt aber nicht angegangen bin. Wenn jedoch die Auflistung in meiner Haushaltsbuch-App mir das immer wieder klar auflistet, dann hilft das, endlich zur Tat zu schreiten.

Routinen überdenken

Weiterhin hilft es, sich bestehende Versicherungen anzusehen und notfalls zu wechseln. Gerade die Krankenversicherung ist zu Coronazeiten (und auch sonst) natürlich wichtig. Gesundheit ist das Wertvollste, das wir besitzen. Hier lohnt es, sich über mögliche Zusatzleistungen zu informieren. Wer keine Lust darauf hat, sich alleine durch den Papierkram zu wühlen, der kann sich einen Finanzcoach suchen, der einem viel Mühe und Last abnimmt.

Abseits der eigenen Finanzen finde ich es gerade großartig, bestehende Routinen und Gewohnheiten zu überdenken. Zeit ist wertvoll und schon immer haben mich Meetings geärgert, für die ich durch halb Deutschland getingelt bin, um danach festzustellen, dass ich das alles easy auch am Telefon hätte besprechen können. Und Hallelujah, endlich haben das auch viele andere begriffen, Skype und Co. sei Dank. Das spart nicht nur Reisekosten, sondern schenkt auch Stunden, die besser genutzt werden können.

Seite zwei: Man wird fürs Absitzen bezahlt

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