29. Mai 2020, 14:55
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Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

Bildschirmfoto-2020-05-29-um-12 16 51 in Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Frank S. Jorga

Zwar werden nun größere Geschäfte und Möbelhäuser wieder geöffnet, der seit Wochen anhaltende Boom im E-Commerce und Online-Versandhandel wird in absehbarer Zeit aber kaum abebben angesichts der mit den geltenden Hygienevorschriften verbundenen Einschränkungen. Spielen sich beim stationären Handel und Dienstleistungen Sicherheit und Schnelligkeit in der aktuellen Situation gegeneinander aus, ist online hingegen beides möglich.

Das Beispiel von Banken und Finanzdienstleistern macht das schnell deutlich: Diese können zur Identifizierung ihrer Kunden nach den hohen Sicherheitsmaßstäben aus dem Geldwäschegesetz (GwG) entweder eine Vor-Ort-Prüfung durch geschulte Mitarbeiter oder das Online-Verfahren mit Video-Identifizierung einsetzen. Diejenigen Unternehmen der Finanzbranche, die ihr Kunden-Onboarding bereits durch Video-Ident digitalisiert haben, mussten mit dem recht plötzlich beschlossenen Lockdown nicht nur keine Einbußen hinnehmen, sondern gewinnen sogar bis heute hinzu – alle ohne Abstriche beim Sicherheitslevel.

KI spielt eine maßgebliche Rolle

Wären also besser Video-Identifizierungen zur Beantragung von Corona-Soforthilfen eingesetzt worden – schließlich wird jeder Antragsteller über ein Smartphone mit Kamera verfügen? Die Absicht hinter der komplett digital ablaufenden Beantragung der Corona-Soforthilfen war es, schnell und unkompliziert Hilfe auf breiter Front zur Verfügung zu stellen. Bei dem Ansturm, der daraufhin folgte, wäre Video-Identifizierung aufgrund des Personalbedarfs an qualifizierten Prüfern in einem Video-Call teils unpassend gewesen, da die Hilfen für eine sehr große Anzahl an Menschen gleichzeitig digital beantragbar sein sollten. Doch eine Personenidentifizierung auf Niveau der GwG-Konformität wäre hier gar nicht notwendig gewesen.

Es gibt bereits heute vollautomatisierte Verfahren, die skalierbar sind und somit hunderte oder sogar tausende von parallelen Identifizierungen erlauben. Künstliche Intelligenz (KI) spielt in diesen Verfahren bei einer eindeutigen Identifizierung genauso wie für die Verarbeitungsgeschwindigkeit eine maßgebliche Rolle. Da sich solche Produkte über einfache Schnittstellen schnell technisch anbinden lassen, wäre auch der Start der Beantragung einer Soforthilfe nicht wesentlich verzögert worden. Es hätte volldigitale, schnelle Antragsstrecken ohne Medienbrüche geben können, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen.

Seite zwei: Medienbruch zu Lasten des Antragsverfahrens

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