24. April 2020, 09:09
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Coronakrise: Zukunftsvorsorge gewinnt wieder an Bedeutung

Vor wenigen Monaten im Oktober 2019 sagten noch drei Viertel der durch die Norisbank bevölkerungsrepräsentativ befragten Deutschen, dass sie 2020 mehr oder zumindest genauso viel sparen wollen wie im Vorjahr. Doch nach nur kurzer Zeit hinterlässt die Coronakrise bei vielen deutliche Spuren.

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Die Anlagebereitschaft der Deutschen in Wertpapiere steigt.

So hat in wenigen Wochen jeder sechste Deutsche offenbar seine Sparpläne aufgegeben. In einer aktuellen Befragung sagen bereits knapp 40 Prozent der Deutschen, dass sie künftig weniger oder gar nicht mehr sparen werden. Ein wesentlicher Grund nach Einschätzung der Norisbank: Unsicherheit mache sich bei den Deutschen angesichts der noch nicht absehbaren Folgen der Corona-Pandemie breit.

Trotz aller geäußerten Spar-Zurückhaltung gewinnt die gezielte Zukunftsvorsorge wieder an Bedeutung – vor allem bei den 30- bis 39-Jährigen. Nur 25 Prozent von ihnen gaben vor der Corona-Pandemie an, mehr in ihren Vermögensaufbau (zum Beispiel Altersvorsorge, Bausparvertrag oder Aktien) investieren zu wollen. Nur wenige Monate später sind es aktuell 38,3 Prozent.

Gefragt nach ihrer ersten Wahl bei der Anlage von Geld, gewinnt ein Investment in Aktien oder Fonds an Bedeutung: Trotz der dramatischen Entwicklungen an der Börsen in den letzten Wochen zeigt sich aktuell ein leichter Anstieg von 16,9 Prozent auf 19,2 Prozent bei der Anlagebereitschaft in Wertpapiere. Vor allem bei den 30- bis 39-Jährigen gibt es eine deutliche Steigerung – von 17,6 Prozent auf aktuell 27,9 Prozent.

Das Sparbuch verliert hingegen deutlich an Bedeutung: Waren es im vergangenen Jahr noch 14,6 Prozent der Deutschen, die ihr Geld in diesem Jahr auf einem Sparbuch anlegen wollten, sind es angesichts der aktuellen Krise nur noch 10,6 Prozent. Besonders bei den 30- bis 39-Jährigen hat hier ein Umdenken eingesetzt: Nur noch 4 Prozent würden ihr Geld aufs Sparbuch legen – 2019 war ihre Bereitschaft noch viermal so hoch (16,5 Prozent).

Girokonto bleibt die Nummer 1

Für über ein Viertel aller Befragten (27,9 Prozent) ist und bleibt das Girokonto auch aktuell die Nummer 1 in Sachen Geldanlage. So geben etwas weniger als die Hälfte von ihnen an, dass das aktuelle Zinsniveau ein Grund ist, ihr Geld einfach auf dem Girokonto zu belassen beziehungsweise es nicht anderweitig anzulegen (11,9 Prozent). Die andere Hälfte (16,0 Prozent) sieht in Anbetracht der Coronakrise für sich und ihr Geld keine andere Wahl – und womöglich ist vielen gerade in der aktuellen Situation die jederzeitige Verfügbarkeit des Guthabens besonders wichtig.

Die Norisbank hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Innofact im Oktober 2019 1.003 Personen ab 18 Jahren befragt. Im März 2020 wurde eine weitere Befragung unter 1.050 Personen durchgeführt, um die Auswirkungen des Coronavirus auf das Sparverhalten der Deutschen zu beleuchten. (kb)

Foto: Shutterstock

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