6. Oktober 2020, 05:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fortbildungspflicht im Bereich Geldwäsche: „Das betrifft fast alle Mitarbeiter!“

Auf Seiten des Gesetzgebers und der Finanzaufsicht wird dem Thema Geldwäscheprävention eine immer größere Aufmerksamkeit geschenkt. Warum Finanzdienstleister verpflichtet sind, bei diesem Thema aktiv zu werden.

Shutterstock 143973445 in Fortbildungspflicht im Bereich Geldwäsche: „Das betrifft fast alle Mitarbeiter!“

„Maßnahmen zur Geldwäscheprävention sind für die meisten Finanzdienstleister ein lästiges Thema. Insbesondere Kunden-Onboarding-Prozesse werden dadurch oft kompliziert und gerade in der Online-Welt abschreckend“, weiß Philipp Hendel, Partner und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkrecht der Kanzlei drrp Rechtsanwälte in München.

Was viele Marktteilnehmer nicht wissen: „Auch im Bereich Geldwäscheprävention sind Mitarbeiter laufend fortzubilden“, sagt Philipp Hendel. Diese Fortbildungspflicht gilt unter anderem für Finanzdienstleistungsinstitute, aber auch für Finanzanlagenvermittler, denn sie alle zählen zu den Verpflichteten im Sinne des Geldwäschegesetzes.

Für die von ihr beaufsichtigten Unternehmen formuliert die BaFin das beispielsweise so: „Nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG müssen die Verpflichteten grundsätzlich alle ihre Beschäftigten erstmalig und laufend in Bezug auf Typologien und aktuelle Methoden der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, die insoweit bestehenden geldwäscherechtlichen Vorschriften und Pflichten sowie Datenschutzbestimmungen unterrichten. Die Unterrichtung kann dabei im Rahmen von Präsenz-Schulungen erfolgen oder unter Verwendung von inhaltlich angemessenen und aktuellen IT-gestützten Schulungsprogrammen oder Schulungsunterlagen.“

Eine Grenze dieser Fortbildungspflicht zieht die BaFin nur in Bezug auf Beschäftigte, die Tätigkeiten nachgehen, die keinerlei Bezug zu den geschäftstypischen Aufgaben oder Leistungen des Unternehmens haben, wie z.B. Reinigungspersonal. Damit unterliegen fast alle Mitarbeiter einer Fort- bzw. Weiterbildungspflicht.

Dem sich daraus ergebenden Schulungsbedarf hat sich die yourcomp GmbH angenommen, ein auf die Fortbildung speziell im Bereich der Finanzdienstleistungen fokussierter Schulungsanbieter. „Wir von yourcomp unterstützen viele Unternehmen bei der Fort- und Weiterbildung im Geldwäschebereich und haben viele positive Rückmeldungen von Teilnehmern unserer Veranstaltungen erhalten“, sagt Sabine Fleischmann von yourcomp. „Um unseren Kunden und ihren Mitarbeitern noch mehr Flexibilität zu ermöglichen, haben wir neben unseren Webinaren kürzlich ein Schulungsvideo für die Geldwäscheprävention bei Finanzdienstleistern in unser Angebot aufgenommen, das sehr gut angenommen wird“.

Absolvieren die Nutzer den in dieses Schulungsvideo integrierten Wissenstest,können sie gleich das personalisierte Zertifikat erwerben, um nachweisen zu können, dass sie ihrer Fortbildungsverpflichtung nachgekommen sind.

Hier gelangen Sie zu dem neuen Schulungsvideo zur Vermittlung verpflichtender Grundlagen zur Geldwäscheprävention. Interesse? Hier können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Welche Versicherungsverträge besonders gefährdet sind

Fast jeder vierte Bundesbürger hat derzeit weniger Geld zur Verfügung als vor der Corona-Pandemie. Zugleich zeigen sich viele Verbraucher sparaktiver als vor der Krise – allen voran jüngere Menschen. Das hat Folgen, auch für Versicherungsverträge. Welche Policen besonders gefährdet sind.

mehr ...

Immobilien

Wird der Immobilienkauf durch Corona schwieriger?

Höhere Preise, knappes Angebot – und jetzt auch noch Corona: Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) vertritt die Meinung, dass der Erwerb von Wohneigentum in den vergangenen zehn Jahren schwieriger geworden ist. Drei Viertel glauben, dass es durch die Corona-Krise sogar noch schwerer werden wird, den Traum vom eigenen Zuhause zu verwirklichen. Insgesamt machen sich zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) aktuell Sorgen über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Interhyp mit Statista unter 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...

Berater

Trägt ein Erbe alle finanziellen Risiken?

Kann der Erbe einen Pflichtteilsanspruch wegen einer strittigen Forderung noch nicht abschließend beziffern, muss er den Pflichtteilsanspruch trotzdem ausgleichen. Das Risiko, einen überzahlten Betrag nicht mehr zurückfordern zu können, trägt der Erbe, entschied das OLG Koblenz in seinem Beschluss vom 14.8.2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...