2. Juni 2020, 11:45
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Marek Erhardt: “Ich vertraue auf mein Bauchgefühl”

Cash. sprach mit dem Schauspieler und Moderator Marek Erhardt über seine Erfahrungen und Strategien bei der Kapitalanlage.

Marek Erhardt-Kopie in Marek Erhardt: Ich vertraue auf mein Bauchgefühl

Marek Erhardt

Herr Erhardt, Ihre erste größere Geldanlage – erinnern Sie sich?

Erhardt: Das war Anfang der neunziger Jahre meine erste Eigentumswohnung. Allerdings noch zu sehr lustigen Zinspreisen, wir hatten damals einen Zins von 8,4 Prozent. Damit kam ich mir als Schauspieler schon unheimlich gut vor, denn es gab auch Leute, die haben neun oder zehn Prozent bezahlt. Das war eine ganz eigene Zeit. Ich habe mich durch Freundschaften und andere Kontakte relativ früh für Anlageformen interessiert, um dafür zu sorgen, dass meine Rente sicher ist und ich irgendwann davon leben kann.

Hat sich das Investment rentiert?

Erhardt: Ja. Ich habe die Wohnung vor sechs oder sieben Jahren verkauft. Eine riesige Wertsteigerung ergab sich schon allein aus der Umstellung von D-Mark auf Euro.

Worin investieren Sie heute?

Erhardt: Ich bin am Aktienmarkt aktiv. Bei den Investments vertraue ich auf mein Bauchgefühl, damit bin ich immer gut gefahren. Und ich handle nicht überstürzt. Wenn man 100 Euro zum Anlegen hat, neigt man ja dazu, dieses Geld sofort komplett zu investieren. Ich mache es anders: Ich packe einmal in der Woche zehn Euro auf den Tisch und kaufe ganz kleine Stückzahlen. So habe ich gerade in volatilen Zeiten wie jetzt weiterhin Geld zur Verfügung, um die Aktienkurse im Zweifelsfall zu verbilligen. Als großer Apple-Freak gehört Apple für mich immer ins Portfolio. Wenn mir aber beispielsweise Amazon zu teuer ist, höre ich mich auch mal um, welche Unternehmen einen ähnlichen Service anbieten. So bin ich auf Alibaba gestoßen.

Mit Anlageberatung oder ohne?

Erhardt: Ich glaube, dass nur ein Mix aus beidem funktioniert. Einerseits ist mein Horizont natürlich begrenzt im Vergleich zu Jemandem, der sich von morgens bis abends mit Unternehmen beschäftigt. Andererseits finde ich den Spruch ganz schön: “Wenn der Bankberater wirklich so erfolgreich wäre, würde er sicherlich nicht mehr bei der Bank arbeiten.” Viele Bankberater sagen ja auch selbst, dass sie nicht allwissend sind und nichts versprechen können. Das finde ich sehr sympathisch. Wenn ich bei einem Investment falsch lag, gebe ich meinem Berater die Schuld. Wenn ich richtig lag, war ich es. (lacht)

Das Gespräch führte Kim Brodtmann, Cash.

Foto: Yvonne Schmedemann

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