15. April 2020, 16:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schon wieder unerlaubte Geschäfte: Drei weitere BaFin-Verbote

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei weiteren Unternehmen bestimmte Geschäfte untersagt. In allen drei Fällen hat die Behörde angeordnet, das unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäft sofort einzustellen und abzuwickeln. Es geht jeweils um die Weiterleitung von Geldern ins Ausland.

124696893 in Schon wieder unerlaubte Geschäfte: Drei weitere BaFin-Verbote

So nimmt die Vinog Logik Consult GmbH i.G. auf ihren Geschäftskonten Gelder von Privatpersonen entgegen und leitet sie auf diverse ausländische Konten verschiedener Gesellschaften weiter, die überwiegend im Ausland ansässig sind, teilt die BaFin mit. Auf diese Weise würden unter anderem Kunden der nicht lizenzierten Internethandelsplattform www.marketgbp.com Gelder einzahlen, damit diese ihrem intern bei der Handelsplattform geführten Handelskonto gutgeschrieben werden.

Wortgleich ist die Begründung der BaFin für ihre Anordnung gegenüber der FinTechServices GmbH, das von ihr unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäft sofort einzustellen und abzuwickeln. Auch dieses Unternehmen agiert demnach unter anderem mit der nicht lizenzierten Internethandelsplattform www.marketgbp.com.

Bescheide sofort vollziehbar

Auch die Davis Consulting and more GmbH muss nach dem Willen der BaFin das von ihr unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäft sofort einstellen und abwickeln. Sie nehme auf ihren Geschäftskonten Gelder von Privatpersonen entgegen und leite sie auf diverse ausländische Konten verschiedener Gesellschaften weiter, die überwiegend im Ausland ansässig sind, heißt es von der BaFin.

Alle drei Bescheide stammen nach den heute veröffentlichten BaFin-Meldungen vom 17. März 2020. Sie sind jeweils sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

Sie reihen sich ein in eine Vielzahl solcher BaFin-Anordnungen, vor allem in Zusammenhang mit Online-Aktivitäten mit Bezug zum Ausland. Erst vergangene Woche hatte Cash.Online darüber berichtet, dass die Aufsicht drei Unternehmen wegen unerlaubter Geschäfte in die Parade gefahren war. Dort ging es um Finanztransfergeschäfte, Eigenhandel und Finanzportfolioverwaltung ohne die erforderliche Erlaubnis. Zudem wies die Behörde darauf hin, dass sie zwei Unternehmen, die bei ihren Geschäften noch nicht einmal den Sitz und die Rechtsform angeben, keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland erteilt hat. 

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...