3. Juli 2020, 15:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

 

SwissLifeSelect Stefan-Kuehl in Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Stefan Kuehl, Swiss Life Select: “Im Gegensatz zu den temporären Steuerentlastungen des Corona Konjunkturpakets, kann der gesparte Soli dauerhaft genutzt werden.“

Demnach können sich zwei Drittel der Deutschen vorstellen, das Geld aus der Abschaffung des Solidaritätszuschlags in die Altersvorsorge zu investieren. „Für ein selbstbestimmtes Leben ist Vorsorge wichtig. Bereits kleine Sparbeträge können Wirkung erzielen. In den Beratungsgesprächen registrieren wir ein wachsendes Interesse daran, Steuerentlastungen in die private Altersvorsorge zu investieren. Und im Gegensatz zu den temporären Steuerentlastungen des Corona Konjunkturpakets, kann der gesparte Soli dauerhaft genutzt werden“, sagt Stefan Kuehl, Geschäftsführer des Finanzberatungsunternehmens Swiss Life Select. 

Aktuelle Sparraten fürs Alter können gewünschten Lebensstandard nicht decken

Jeder Dritte gibt in der Umfrage an, mindestens 200 Euro monatlich sparen zu müssen, um später den jetzigen Lebensstandard halten zu können. Trotzdem sparen aktuell nur 14,5 Prozent der Befragten über 200 Euro fürs Alter, 22,5 Prozent weniger als 100 Euro und 35,2 Prozent geben sogar an, derzeit nichts zurückzulegen. Vor allem Frauen sind hier betroffen (40,4 Prozent, Männer 29,5 Prozent).

Zudem ist das Sparverhalten vom Einkommen abhängig: Mehr als die Hälfte (55,3 Prozent) derjenigen, die weniger als 1.500 Euro netto im Monat verdienen, können aktuell gar nichts fürs Alter zurücklegen und jeder Dritte, der mehr als 2.500 Euro netto im Monat verdient, ist derzeit bereit größere Beträge von mehr als 200 Euro pro Monat für die Rente zu sparen. „Die Soli-Abschaffung ist daher eine gute Gelegenheit, seine Vorsorgesituation zu verbessern“, so Kuehl weiter.

Zusätzliches Geld aus der Soli-Abschaffung fürs Alter

Demnächst wird für 90 Prozent der deutschen Bürger der Solidaritätszuschlag wegfallen. Wer den Soli nicht mehr zahlen muss, kann mehrere 100 bis 1.000 Euro im Jahr je nach Einkommen und Lebenssituation sparen[1]. Zwei Drittel der Befragten (67,2 Prozent) planen unabhängig von Geschlecht oder Wohnort, dass sie das Soli-Geld fürs Alter zurücklegen werden.

„Viele unserer Kunden haben ab Abschaffung des Solidaritätszuschlags etwas mehr Geld zur Verfügung. Trotzdem soll die Solidarität damit nicht enden. Eine Absicherung fürs Alter entlastet auch unsere Sozialsysteme und füllt die Rentenlücken“, erklärt Kuehl.

Auf der Internetseite des Unternehmens (www.swisslife-select.de/soli-rechner) besteht die Möglichkeit mit einem „Soli-Rechner“ die Ersparnis aus der Soli-Abschaffung zu berechnen. Zudem beraten die Finanzberaterinnen und Finanzberater individuell und produktgeberübergreifend, wie die Vorsorgesituation individuell verbessert werden kann. 

Foto: Shutterstock, Swiss Life

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gewerbe versichern ganz ohne Makler? Münchener Insurtech bringt Versicherungsplattform für KKU

Die digitale Transformation bringt neue Anbieter auf dem Markt. Jetzt hat das bislang relativ unbekante Müncher Insurtech-Start-Up Insureq eine digitale Versicherungsplattform speziell für Klein- und Kleinstunternehmen (KKU)  sowie Selbstständige auf den Markt gebracht. Und will den Vertrieb von Gewerbeversicherungen damit vollständig digitalisieren.

mehr ...

Immobilien

Chancen für Immobilien-Investoren in Asien-Pazifik

Am Immobilienmarkt der Region Asien-Pazifik gilt es nach Ansicht des Vermögensverwalters Blackrock aktuell eine Balance zu finden: zwischen Opportunitäten, die sich aus strukturellen Veränderungen ergeben, und zyklischer Robustheit. „Sollte der Fokus auf dem einen oder dem anderen liegen? Die kurze Antwort lautet: Wahrscheinlich auf beidem“, sagen Bruce Wan, Leiter Immobilien-Research Asien, und sein Kollege William Yu.

mehr ...

Investmentfonds

Post-Corona: Welche Sektoren jetzt interessant sind

Die schlimmsten der kurzfristigen Corona-Auswirkungen dürften hinter uns liegen. Weniger klar ist jedoch, wie schnell sich das Wirtschaftswachstum wieder normalisiert. Nachfolgend die Einschätzung des Global Equity Teams von Nikko Asset Management.

mehr ...

Berater

Zurich bietet vier Anlagemodelle für nachhaltiges Investieren

Nachhaltiges Investieren ist derzeit in aller Munde. Die Berücksichtigung ökologischer und sozial-ethischer Aspekte in der Geldanlage ist zum Megatrend geworden. Die Zurich Gruppe Deutschland trägt diesem Umstand schon länger Rechnung und bietet jetzt im Rahmen ihrer Fondspolice gemanagte Depotmodelle an, die unter nachhaltigen Kriterien ausgestaltet sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bergfürst-Crowdinvestment: Büros zu Wohnungen

Die Crowdinvesting-Plattform Bergfürst sucht sechs Millionen Euro in Tranchen ab zehn Euro, um ein Bürohaus in Frankfurt am Main in Mikro-Apartments umzubauen. Besonderheit: Wer wenig investiert, wird bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Kapitals vorrangig bedient.

mehr ...

Recht

Reform des Wohnungseigentumsgesetzes: Das sind die Änderungen

Im Herbst 2020 wird voraussichtlich die Reform des Wohnungseignetumsgesetzes (WEG) mit wesentlichen Änderungen in Kraft treten. Dr. Christian Waigel, Waigel Rechtsanwälte, hat die zum Teil erheblichen Änderungen für Eigentümer zusammengefasst.

mehr ...