29. Juni 2020, 16:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kostenexplosion durch BaFin-Aufsicht? Über die Hälfte der 34f-Vermittler würde Erlaubnis zurückgeben

In einer Umfrage des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung haben 57 Prozent der AfW-Mitglieder angegeben, dass sie ihre Erlaubnis gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung zurückgeben würden, falls Kosten in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro für die Bafin-Aufsicht berechnet würden.

AfW Rottenbacher Frank Print2-Kopie in Kostenexplosion durch BaFin-Aufsicht? Über die Hälfte der 34f-Vermittler würde Erlaubnis zurückgeben

Frank Rottenbacher

“Damit bestätigt sich erneut, dass die geplante Bafin-Aufsicht die unabhängige Finanzanlagenberatung massiv einschränken würde. Das Verbraucherinteresse an unabhängiger Beratung würde stark eingeschränkt, anstatt verbessert zu werden”, kommentierte AfW-Vorstand Frank Rottenbacher das Ergebnis.

Der AfW bleibe bei seiner Forderung, die Vermittleraufsicht einheitlich unter dem Dach der Industrie- und Handelskammern zusammen zu fassen. An der Umfrage haben 343 AfW-Mitglieder teilgenommen.

Gesetz wohl nicht mehr vor der Sommerpause

Wie der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler am Freitag mitteilte, wird das Gesetz zur Übertragung der Aufsicht über die Finanzanlagenvermittler in dieser Woche wohl nicht abschließend beraten. Somit werde das Gesetz frühestens nach der Sommerpause zum Abschluss kommen, so Schäffler. (kb)

Foto: AfW

3 Kommentare

  1. Passend zum Thema: https://dkm365.de/30-06-2020-wirecard-hdi-san-diego/

    Kommentar von Rainer Demski — 30. Juni 2020 @ 10:47

  2. Na Super …Ziel erreicht, endlich weniger Konkurenz für die Versichcherungen und Banken. Bei der Hälfte die aufgeben lohnt es ja, das die Lobbyisten dafür sorgen, das die BaFin möglichst eigneschaltet wird und hohe Gebühren nimmt. Böse? Nein, leider wohl die bittere Realität.. Ich irre mich super turbo – extrem gerne.

    Kommentar von Patrik Welt — 29. Juni 2020 @ 17:59

  3. Weshalb benötigt ein Versicherungsvermittler eigentlich keinen 34f, obwohl er/sie dieselben Fonds vermittelt in Form einer Fondspolice? Das muß schleunigst geändert werden.

    Kommentar von Martin Kasten — 29. Juni 2020 @ 17:56

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Wieder erste Erholung bei Beitragseinnahmen der Rentenkasse

In der Rentenkasse zeigt sich trotz der Corona-Krise eine erste Erholung. Es gehe bei den Einnahmen “aktuell wieder nach oben”, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im März und April habe es als Folge massiver Corona-Beschränkungen geringere Beitragseingänge gegeben.

mehr ...

Immobilien

Remote statt tot: Wie Digitalisierung dem Makler mehr Servicequalität verleiht

Die Chance in der Krise: Die aktuelle Corona-Situation zeigt, wie wichtig kompromisslose Digitalisierung auch für das klassische People-Business sein kann. Wohnungsbesichtigungen am Laptop, Exposés aus dem heimischen Arbeitszimmer, Beratung per Zoom-Call…Wie digital ist die Maklerlandschaft wirklich? Ein Kommentar von Sebastian Wagner, Gründer und CEO von Hausgold.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...