14. September 2020, 14:22
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Weiterbildung: Keine strukturierte Planung

Während des Corona-Lockdowns haben Aus- und Weiterbildungsinstitute an die Makler appelliert, die Zwangspause zu nutzen, um ihren gesetzlichen Weiterbildungsverpflichtungen nachzukommen. Doch nicht alle haben das getan, zum Jahresende steigt nun der Druck.

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Wolfgang Kuckertz, Vorstand der Going Public Akademie für Finanzberatung

Es war Mitte Juni, als die Deutsche Makler Akademie (DMA) nach dreimonatigem Corona-Lockdown bekanntgab, wieder einen Schritt in Richtung Normalität machen zu wollen: die Rückkehr zu Präsenzveranstaltungen. Ein Wagnis schon damals, als die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland immer weiter zurückging und eine drohende “zweite Welle” durch Reiserückkehrer und nachlassende Disziplin in der Bevölkerung noch als eher theoretische Gefahr angesehen wurde.

Seit Juli nun bietet die DMA, die seit ihrer Gründung im Jahr 2006 auf die Aus- und Weiterbildung von Maklern und Mehrfachagenten spezialisiert ist, wieder alle Präsenzveranstaltungen an, die wegen der Corona-Pandemie vorübergehend nur online durchgeführt werden konnten. Dabei setzt man auf ein Hygienekonzept, das gemeinsam mit der Deutschen Versicherungsakademie (DVA) ausgearbeitet wurde. Bereits am kontaktlosen Check-In werden Mund-Nasen-Bedeckungen sowie Hinweise zu den obligatorischen Verhaltens- und Hygieneregeln bereitgestellt, die einen Mindestabstand von 1,50 Metern für den gesamten Veranstaltungsort vorsehen.

Außerhalb des Seminarraums ist das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes Pflicht, zudem stehen Desinfektionsmittel in allen Bereichen des Veranstaltungsortes zur Verfügung. In den Seminarräumen werden die Tische mit Einzelbestuhlung mit dem vorgeschriebenen Abstand platziert, in den Räumen wird regelmäßig gelüftet. Um unnötiges Gedränge zu vermeiden, stehen in den Pausen erweiterte Räumlichkeiten mit separaten Ein- und Ausgängen zum gastronomischen Bereich bereit. Man garantiere außerdem für das regelmäßige Reinigen und Desinfizieren von Oberflächen stark frequentierter Bereiche, so der Veranstalter.

Man fährt zweigleisig

Das funktioniere gut, versichert DMA-Geschäftsführer Ronny Schröpfer, die ersten Veranstaltungen im Juli seien bereits wieder sehr gut besucht worden. “Viele Teilnehmer haben sich gefreut, sich wieder persönlich austauschen zu können. Unser Hygienekonzept wurde mit den Hotels und Durchführungsorten besprochen und reibungslos umgesetzt, das schafft Vertrauen bei den Teilnehmern”, so Schröpfer. Soweit also nicht eine “zweite Welle” zu einem erneuten bundesweiten Lockdown führt, findet die Aus- und Weiterbildung von Maklern und Mehrfachagenten (auch) wieder analog statt. Daneben stellt die DMA weiterhin über 120 Online-Seminare und über 170 Stunden Selbstlernprogramme zur Verfügung. Man fährt also zweigleisig, damit die Makler ihren Weiterbildungspflichten auch in Zeiten von Covid-19 nachkommen können.

Schon während des Lockdowns hatten Aus- und Weiterbildungsinstitute sowie Branchenverbände speziell an die Versicherungsvermittler appelliert, die corona-bedingte Zwangspause in der persönlichen Kundenbetreuung zu nutzen, um ihren Weiterbildungsverpflichtungen nachzukommen und das Pflichtsoll von mindestens 15 Stunden Weiterbildungszeit pro Jahr zu erfüllen, die seit Inkrafttreten der IDD-Richtlinie im Jahr 2018 gesetzlich vorgeschrieben sind. Bei manchem Makler scheint das gefruchtet zu haben: So verzeichnete die DMA laut Schröpfer in der Zeit von März bis Juni extrem hohe Zugriffsraten auf ihre hauseigene “eLearning @kademie” – noch nie sei so viele Bildungszeit in diesem Zeitraum des Jahres gesammelt worden. “Die Makler haben aus unserer Sicht die Zeit des Lockdowns optimal genutzt”, so Schröpfer.

Seite zwei: Kein reines “Corona-Phänomen”

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1 Kommentar

  1. Schon lustig. Weiterbildung immer und überall, fast täglich ist eine Grundlage unseres Berufes. Ein Witz, das dies nun mit Mindestanforderungen nachgewiesen werden muss. Aber was soll’s, tun wir halt unsere Pflicht 😉

    Kommentar von Nils Fischer — 15. September 2020 @ 18:27

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