29. September 2020, 14:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Folgen von Corona belasten vor allem Mieter

Wie beeinflusst die Coronakrise das Wohnerleben der Deutschen? Eine aktuelle Umfrage der BHW Bausparkasse zeigt, dass Mieter deutlich stärker Belastungen in ihrem Wohnumfeld ausgesetzt sind als Eigentümer. Vor allem junge Leute ziehen Lehren aus Corona – auch mit Plänen für den Eigentumserwerb.

Mieten-runter in Folgen von Corona belasten vor allem Mieter

Fast doppelt so viele Mieter wie Eigentümer (19 % zu 10 %) haben ihre Wohnsituation während des Corona-Lockdowns als belastend empfunden. Besonders gestört hat 31 Prozent der Mieter und 20 Prozent der Eigentümer, dass sie kaum Kontakt zu ihren Nachbarn halten konnten. 15 Prozent der Bewohner von Mietwohnungen vermissen Grün rund ums Haus, gegenüber drei Prozent der Haus- und Wohnungsbesitzer. Vielen Berufstätigen mangelt es an Platz für ein Homeoffice – dies hat 13 Prozent der Mieter, aber nur drei Prozent der Eigentümer zu schaffen gemacht.

Freiraum statt Enge

Wer nicht in eigenen vier Wänden lebt, klagt laut den Ergebnissen der Erhebung häufiger über fehlende Rückzugsmöglichkeiten. Unter den Mietern fehlt Frauen doppelt so häufig wie Männern (23 % zu 10 %) persönlicher Freiraum für sich. „Je beengter die Wohnverhältnisse, desto größer der Wunsch nach Unabhängigkeit und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten“, stellt Henning Göbel, Vorstandsvorsitzender der BHW Bausparkasse, fest. Dies gilt vor allem für die jüngeren Deutschen bis 40 Jahre, von denen aktuell 69 Prozent zur Miete wohnen. 38 Prozent nehmen sich unter dem Eindruck der Krise vor, Wohneigentum zu erwerben.

Krise als Chance

„Die Erfahrungen durch die Coronakrise sind belastend und gleichzeitig ein starker Impuls zur Bildung von Wohneigentum“, so Göbel. „Der Staat könnte jetzt mit dem Ausbau intelligenter Fördermodelle speziell für junge Leute ein gutes und wichtiges Signal setzen.“ Mängel in der digitalen Infrastruktur sind laut der Umfrage von BHW derzeit ebenfalls ein Top-Thema. Für insgesamt 27 Prozent der Befragten, bei den Familien sogar für 37 Prozent, ist „schnelleres Internet“ die wichtigste Änderung, die sie nach Corona angehen wollen.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Metallrente-Umfrage: Deutsche rechnen bei BU mit staatlicher Unterstützung

Jeder Zweite erwartet, bei Berufsfähigkeit durch eine gesetzliche BU-Rente abgesichert zu sein. Obwohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit zusätzlicher Vorsorge groß ist, hapert es zudem am Wissen um die richtigen Produkte. Die repräsentative Umfrage im Auftrag des Versorgungswerks Metallrente offenbart einmal mehr Vorsorgeillusionen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia weiter auf Einkaufstour in Europa

Der Immobilienkonzern Patrizia hat für rund 65 Millionen Euro ein Logistikportfolio mit zwei Objekten in Veghel in den Niederlanden gekauft. Zudem investiert das Unternehmen in ein Wohnungsbau-Projekt in Schweden.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

Performance-Marketing als Treiber des Online-Recruiting

Recruiter, die heute noch junge Nachwuchstalente für sich gewinnen wollen, müssen neue Wege gehe. Werbung auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram bietet dabei unglaubliche Chancen und kann gleichzeitig zur Kostenreduktion führen. Gastbeitrag von Dawid Przybylski

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...