12. Januar 2006, 00:00
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VCH: Filmfonds trotz 15b

Die VCH Group, Frankfurt, wird im Herbst dieses Jahres einen Filmfonds auf den Markt bringen, dem entsprechend der neuen Steuergesetzgebung ein reines Renditekonzept ohne anfängliche Verluste zugrunde liegt. Ein vergleichbares Produkt war laut VCH bereits im vergangenen Jahr als Private Placement mit einem Volumen von rund sechs Millionen Euro in Österreich platziert worden.

Hintergrund: Gemäß dem jüngst beschlossenen Paragrafen 15b Einkommensteuergesetz können geschlossene Fonds nur noch Anfangsverluste von maximal zehn Prozent bieten. Was darüber hinausgeht, kann nicht mit anderen Einkünften, sondern lediglich mit solchen aus der gleichen Quelle verrechnet werden. Die Anfangsverluste von 100 Prozent und mehr waren bislang ein wichtiges Verkaufsargument von Film- und anderen Medienfonds.

Der jetzt geplante VCH-Fonds soll ausschließlich in Fernsehproduktionen investieren. Da die Projekte, die vornehmlich mit öffentlich-rechtlichen deutschen Sendern realisiert werden sollen, bereits bei Fondsauflegung bekannt sein werden, lässt sich laut VCH auch ohne Anfangsverluste eine attraktive Kalkulation aufstellen. Mit den Mittelt des österreichischen Vorläufers etwa seien zwei Produktionen für den Norddeutschen Rundfunk finanziert worden. Den Anlegern habe in dem Fall eine Rendite von rund acht Prozent in Aussicht gestellt werden können.

Für den kommenden Fonds für den deutschen Markt ist ein Volumen von rund 24 Millionen Euro sowie ein Eigenkapitalanteil von acht Millionen Euro geplant. Damit sollen zwei bis drei Fernsehfilme produziert werden.

Darüber hinaus will VCH noch im zweiten Quartal einen Private Equity- und einen Containerfonds auf den Markt bringen.

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