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HCI Capital rutscht tiefer in die roten Zahlen

Das börsennotierte Emissionshaus HCI Capital, Hamburg, konnte eigenen Angaben zufolge in den ersten neun Monaten des Jahres zwar immerhin 100,3 Millionen Euro Eigenkapital bei den Anlegern einsammeln, muss aber für den Berichtszeitraum ein negatives Konzernergebnis  in Höhe von 41,8 Millionen Euro verkraften. Gegenüber den ersten drei Quartalen 2008 ist das Minus der HCI-Gruppe damit um 30,1 Millionen Euro gewachsen, obgleich die  Personal- und Sachkosten um  14 Prozent gesenkt wurden.

Das vor drei Monaten angekündigte Restrukturierungsprogramm [1], das unter anderem eine langfristige Moratoriumsvereinbarung und die Enthaftung von Eventualverbindlichkeiten vorsieht, liege den Gremien der Commerzbank Gruppe und der HSH Nordbank zur Beschlussfassung vor, teilt der Initiator mit.

Mit Kapitalanlageprodukten des Schifffahrtssegments, darunter klassische Beteiligungsmodelle, Vermögensaufbaupläne, Garantieprodukte und Zertifikate, haben die Hanseaten rund 64,5 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben. Im Einzelnen umfasst dies 36,2 Millionen Euro in klassischen Beteiligungsmodellen, 15,5 Millionen Euro in Form von Beteiligungen an Vermögensaufbauplänen und 8,9 Millionen Euro im Bereich der Garantieprodukte.

Im Produktbereich Energie und Rohstoffe konnte der Initiator im Berichtszeitraum  22,1 Millionen Euro platzieren, auf das Segment Lebensversicherungszweitmarkt entfielen 10,4 Millionen Euro, nachdem das Platzierungsergebnis im Vorjahr noch 74,9 Millionen Euro betragen hatte. Abgestürzt ist die Assetklasse Immobilien: Platzierte der Initiator in den ersten neun Monaten noch 112,8 Millionen Euro in diesem Segment, war es im gleichen Zeitraum dieses Jahres lediglich eine Million Euro. Insgesamt ist das Platzierungsvolumen im Vergleichzeitraum von 507,8 Millionen Euro auf 100,3 Millionen eingebrochen. (af)

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