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Deutsche Bank bündelt Private-Equity-Geschäft

Nach Erwerb der Privatbank Sal. Oppenheim, stellt das Asset Management der Deutschen Bank das Private-Equity-Dachfondsgeschäft neu auf. Die Sparte DB Private Equity fasst künftig die bestehenden Einheiten zusammen. Den größten Anteil hat das hinzugewonnene Geschäft der Sal. Oppenheim Private Equity Partners (Sopep). Beim australischen Finanzriesen Macquarie schreitet indes die Integration des Oppenheim-Investmentbankings voran.

Global Head der neuen Einheit ist Chris Minter, Managing Director bei der Deutschen Bank, der bislang für die Strategieentwicklung in der Vermögensverwaltung verantwortlich war. Mit einem betreuten Kundenvermögen von rund sechs Milliarden Euro trägt das Private-Equity-Geschäft von Sal. Oppenheim 80 Prozent zum neuen Geschäftsbereich bei.

Die Privatbankiers aus Köln beziehungsweise Luxemburg hatten die Sopep erst Anfang 2009 gegründet [1]. Damit wurden die Mehrheitsbeteiligungen an den Emissionshäusern VCM und CAM [2] unter ein gemeinsames Dach gestellt und mit dem Geschäftsbereich Alternative Investments und Beteiligungen von Sal. Oppenheim zusammengelegt.

Die Deutsche Bank will den Fokus im Geschäft mit Private-Equity-Dachfonds künftig auf die Verwaltung von Kundenvermögen und nicht auf das Investieren eigener Bankgelder legen, erklärte das Institut gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Sopep-Partner Rolf Wickenkamp soll dem Bericht zufolge Vice Chairman von DB Private Equity werden.

Macquarie vollzieht Übernahme der Investmentbanking-Sparten

Unterdessen meldet die australische Investmentbank Macquarie Vollzug bei der Übernahme der ehemaligen Sal.-Oppenheim-Sparten Aktienderivate, Aktienhandel und Research. Die Akquisitionen wurden im Dezember 2009 und im Februar 2010 angekündigt [3]. Die Deutsche Bank wollte das Investmentbanking von Sal. Oppenheim nach Übernahme des Instituts so schnell wie möglich loswerden, da sie sich in diesem Bereich selbst gut aufgestellt sieht.

Macquarie wird sein Team für den Wirtschaftsraum EMEA (Europe, Middle East, Africa) im Zuge der Transaktion um weitere 150 Köpfe verstärken. Bislang ist der Finanzkonzern mit 1.450 Mitarbeitern an 17 Standorten in zwölf europäischen Ländern vertreten.

„Die Teams von Sal. Oppenheim werden ein elementarer Bestandteil von Macquaries europäischer und globaler Plattform sein“,  sagte Roy Laidlaw, globaler Leiter der Macquarie Securities Group. Darüber hinaus will das Unternehmen das Derivategeschäft weiter ausbauen und künftig auch als Market Maker und Emittent an Börsen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien auftreten. Unter dem Namen Macquarie Oppenheim wird die Derivatesparte ab dem dritten Quartal 2010 ihre eigenen Produkte anbieten. (hb)

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