G.U.B.-Doppelplus für AHS-Sanierungs-Fonds

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat den Fonds „ZOS Sanierungskapital Schiffe 2010“ des Initiators AHS Fondskonzept mit „gut“ (Doppelplus) bewertet. Die Analysten vergaben 77 von 100 möglichen Punkten. Der Fonds beabsichtigt, mindestens zehn Millionen Euro Eigenkapital in Sanierungskonzepte von Container-Schifffahrtsgesellschaften (Fonds) zu investieren, die in Not geraten sind.

SchiffsschraubeDie Stärken/Vorteile der Beteiligung sieht die G.U.B. im grundsätzlichen Potenzial, das dieses Marktsegment bietet sowie in der langjährigen Branchenerfahrung, die das Management mitbringt. Zudem seien die ersten Investitionen bereits getätigt, eine Risikostreuung durch mindestens zehn Ziel-Investments geplant und eine externe Mittelverwendungskontrolle vorgesehen. Weiter hebt die Analyse positiv hervor, dass der Fonds bei Ausschüttung und Kapitalrückzahlung eine Vorzugstellung gegenüber den Alt-Kommanditisten anstrebt und keine Investitionen in hauseigene Fonds möglich sind, wodurch Interessenkonflikte vermieden werden.

Als Schwächen/Risiken führt die G.U.B. die erst kurze Emissionshistorie des im März 2009 gegründeten Initiators, die bislang fehlende Erprobung des Investitionskonzepts sowie ein erhöhtes Schlüsselpersonenrisiko und die Abhängigkeit von der erwarteten Markterholung an. Außerdem gehe das Beteiligungsportfolio überwiegend als Blind Pool an den Start und es fehle eine Platzierungsgarantie. Ferner sei weder eine externe Bewertung der Zielinvestitionen noch ein Investorenbeirat vorgesehen.

Die zur Cash-Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 37 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. (hb)

Foto: Mertens, Atelier für Kunst und Fotografie

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