22. Dezember 2010, 16:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

G.U.B.-Doppelplus für Project Real Equity Fonds 10 von Project GFU

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat das Beteiligungsangebot Project Real Equity Fonds 10 des Bamberger Initiators Project GFU Gesellschaft für Fonds- und Unternehmensverwaltungen mbH mit insgesamt 76 von 100 möglichen Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (Doppelplus).

GF Dippold 02-127x150 in G.U.B.-Doppelplus für Project Real Equity Fonds 10 von Project GFU

Wolfgang Dippold

Das Fondskonzept sieht vor, 50 Millionen Euro Eigenkapital in Wohn- und Gewerbeimmobilien zu investieren. Geplant ist sowohl der Erwerb von Bestandsobjekten mit Entwicklungspotenzial als auch deren vollständige Sanierung sowie der Bau neuer Immobilien in definierten Metropolregionen. Anfänglich sind Projekte in Berlin/Potsdam und Nürnberg/Fürth/Erlangen vorgesehen, weitere Regionen seien in Vorbereitung (zum Beispiel Hamburg und München).

Die Project GFU gehört zur Project-Fonds-Gruppe. Die Auswahl und Umsetzung der Investitionen erfolgt durch Unternehmen der Project-Immobilien-Gruppe, Nürnberg. Gesellschaftsrechtlich wurden die beiden Unternehmensgruppen Anfang 2010 voneinander getrennt. Die enge Zusammenarbeit werde jedoch fortgesetzt und die maßgeblichen Personen blieben gegenüber den Vorläuferfonds identisch.

Zu den Stärken/Chancen des Beteiligungsangebots zählen die G.U.B.-Analysten die langjährige Erfahrung der Initiatoren, die mit den Investitionen der Vorläuferfonds ihren Marktzugang unter Beweis gestellt hätten. Als positiv wertet die Ratingagentur auch die Risikostreuung durch verschiedene Projekte, Nutzungsarten und Metropolregionen. Da nur Eigenkapital vorgesehen ist, bestehe zudem kein Fremdkapitalrisiko.

Pluspunkte erhält die Offerte auch dafür, dass vor Objektankäufen für mehr als eine Million Euro ein Sachverständigengutachten eingeholt werden muss und mögliche Interessenkonflikte durch die Entflechtung von Fonds- und Immobilien-Gruppe deutlich vermindert seien. Zudem sei das Mindestvolumen von 15 Millionen Euro durch eine Platzierungsgarantie unterlegt und ein unabhängiger Treuhänder eingeschaltet.

Zu den Schwächen/Risiken des Fonds zählen die G.U.B.-Analysten neben dem Blind-Pool-Charakter, dass die Investitionskriterien recht weit gefasst worden seien und die Project GFU durch die Entflechtung nur noch eingeschränkten Einfluss auf das Immobilien-Management habe. Zudem stuft die G.U.B. die Regelung als ungünstig ein, dass der Treuhänder bei Abstimmungen den Vorschlägen der Geschäftsführung zustimmt, wenn der Anleger keine andere Weisung erteilt. Das rechtliche Konzept erfordere Vertrauen in das Emissionshaus und generell bestehe ein erhöhtes unternehmerisches Risiko.

Die zur Cash.Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 37 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. (sl/af)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...