G.U.B.-Doppelplus für Project Real Equity Fonds 10 von Project GFU

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat das Beteiligungsangebot Project Real Equity Fonds 10 des Bamberger Initiators Project GFU Gesellschaft für Fonds- und Unternehmensverwaltungen mbH mit insgesamt 76 von 100 möglichen Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (Doppelplus).

Wolfgang Dippold
Wolfgang Dippold

Das Fondskonzept sieht vor, 50 Millionen Euro Eigenkapital in Wohn- und Gewerbeimmobilien zu investieren. Geplant ist sowohl der Erwerb von Bestandsobjekten mit Entwicklungspotenzial als auch deren vollständige Sanierung sowie der Bau neuer Immobilien in definierten Metropolregionen. Anfänglich sind Projekte in Berlin/Potsdam und Nürnberg/Fürth/Erlangen vorgesehen, weitere Regionen seien in Vorbereitung (zum Beispiel Hamburg und München).

Die Project GFU gehört zur Project-Fonds-Gruppe. Die Auswahl und Umsetzung der Investitionen erfolgt durch Unternehmen der Project-Immobilien-Gruppe, Nürnberg. Gesellschaftsrechtlich wurden die beiden Unternehmensgruppen Anfang 2010 voneinander getrennt. Die enge Zusammenarbeit werde jedoch fortgesetzt und die maßgeblichen Personen blieben gegenüber den Vorläuferfonds identisch.

Zu den Stärken/Chancen des Beteiligungsangebots zählen die G.U.B.-Analysten die langjährige Erfahrung der Initiatoren, die mit den Investitionen der Vorläuferfonds ihren Marktzugang unter Beweis gestellt hätten. Als positiv wertet die Ratingagentur auch die Risikostreuung durch verschiedene Projekte, Nutzungsarten und Metropolregionen. Da nur Eigenkapital vorgesehen ist, bestehe zudem kein Fremdkapitalrisiko.

Pluspunkte erhält die Offerte auch dafür, dass vor Objektankäufen für mehr als eine Million Euro ein Sachverständigengutachten eingeholt werden muss und mögliche Interessenkonflikte durch die Entflechtung von Fonds- und Immobilien-Gruppe deutlich vermindert seien. Zudem sei das Mindestvolumen von 15 Millionen Euro durch eine Platzierungsgarantie unterlegt und ein unabhängiger Treuhänder eingeschaltet.

Zu den Schwächen/Risiken des Fonds zählen die G.U.B.-Analysten neben dem Blind-Pool-Charakter, dass die Investitionskriterien recht weit gefasst worden seien und die Project GFU durch die Entflechtung nur noch eingeschränkten Einfluss auf das Immobilien-Management habe. Zudem stuft die G.U.B. die Regelung als ungünstig ein, dass der Treuhänder bei Abstimmungen den Vorschlägen der Geschäftsführung zustimmt, wenn der Anleger keine andere Weisung erteilt. Das rechtliche Konzept erfordere Vertrauen in das Emissionshaus und generell bestehe ein erhöhtes unternehmerisches Risiko.

Die zur Cash.Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 37 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. (sl/af)

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