G.U.B.-Doppelplus für UBG Mezzanine-Fonds 1

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat das Beteiligungsangebot UBG Mezzanine-Fonds 1 der UBG Unternehmensberatungsgesellschaft mbH aus Leonberg mit 73 von 100 möglichen Punkten bewertet. Das entspricht dem Gesamturteil „gut“ (Doppelplus).

UBG-Chef Ulrich Wagner
UBG-Chef Ulrich Wagner

Der Initiator plant, zwischen zehn und 50 Millionen Euro Eigenkapital einzuwerben, um es über typisch stille Beteiligungen an noch auszuwählenden Projektgesellschaften in die Mitfinanzierung von Immobilien und/oder Projektentwicklungen mit deutschen Objekten zu investieren. Dabei dürfen maximal 40 Prozent des Fondskapitals in Projektgesellschaften investiert werden, die der UBG-Gruppe zuzurechnen sind.

Zu den Chancen/Stärken des Beteiligungsangebots zählen die G.U.B-Analysten die langjährige Erfahrung der Geschäftsführung, allen voran des geschäftsführenden Gesellschafters Ulrich Wagner, im Immobilien- und Beteiligungsgeschäft. So habe die UBG zwischen 1985 und 1994 insgesamt 81 geschlossene Immobilienfonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 380 Millionen Euro platziert. Positiv sei neben der grundsätzlich nachvollziehbaren Investitionsstrategie die geplante Streuung der Risiken über verschiedene Projektentwickler, Nutzungsarten und Standorte.

Pluspunkte erhält das Angebot zudem dafür, dass alle Investitionen mit einer Grundschuld besichert werden sollen und der Initiator sich durch eine vorgesehene eigene Bareinlage von 250.000 Euro sowie eine Ausschüttungsübernahmeverflichtung von 500.000 Euro engagiere. Ferner werde das Fondsmanagement durch eine Gewinnbeteiligung motiviert. Positiv bewerten die Fondsexperten der G.U.B. zudem, dass der Registertreuhänder unabhängig vom Initiator ist und eine externe Mittelverwendungskontrolle erfolgt.

Den Stärken stehen insgesamt erhöhte unternehmerische Risiken gegenüber. Zu den Schwächen/Risiken zählen die G.U.B.-Analysten, dass es sich um den ersten Fonds des Initiators nach 16-jähriger Emissionspause handele und eine vollständige Leistungsbilanz der früheren Fonds nicht vorliege. Eine externe Kontrolle der Investitionsentscheidungen sei nicht vorgesehen und der Fonds habe keine Mitspracherechte bei den Projektgesellschaften. Zudem seien Interessenkonflikte bei Investitionen in UBG-Projekte möglich und der Initiator habe keine Platzierungsgarantie abgegeben.

Die zur Cash-Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 37 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. (af/sl)

Foto: UBG

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