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G.U.B.-Dreifachplus für Neptuns Vogemann-Fonds

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat den Fonds „Vogemann Bulk Chance“ des Hamburger Emissionshauses Neptun Fondskontor mit insgesamt 83 von 100 möglichen Punkten bewertet. Das entspricht dem Gesamturteil „sehr gut“ (Dreifachplus).

Der als Blind Pool konzipierte Fonds plant, das gesunkene Preisniveau für Massengutfrachter (Bulker) auszunutzen. Insgesamt sollen inklusive Agio über einzelne Objektgesellschaften knapp zehn Millionen Euro Eigenkapital  in ein entsprechendes Schiffsportfolio investiert werden (Erhöhung um weitere 21 Millionen Euro möglich). Auf Ebene der Zielgesellschaften ist eine Fremdkapitalaufnahme von 50 Prozent der Kaufpreise geplant. Die Mindestbeteiligung liegt bei 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio.

Unter Stärken/Chancen des Angebots hebt die G.U.B. neben dem langjährig erfahrenen Management von Neptun hervor, dass eine kompetente Reederei-Gruppe (H. Vogemann) als Fonds-Geschäftsführer und vorgesehener Vertragsreeder eingebunden sei. Die 1886 gegründete Vogemann-Gruppe sei – auch als Befrachtungsmakler – auf Massengutfrachter spezialisiert. Die Leistungsbilanz der Fonds, die Vogemann für verschiedene Emissionshäuser betreut, weise beachtliche Ergebnisse aus. Zudem seien geeignete Investitionskriterien vertraglich verankert und es bestehe ein Investitionsausschuss mit externen Mitgliedern, darunter ein namhafter vereidigter Sachverständiger für Schiffswertschätzungen. Die Möglichkeit zum antizyklischen Investment sei grundsätzlich plausibel.

Positive Erwähnung finden in der Analyse daneben die geplante Verstetigung der Einnahmen durch Poolbeschäftigung, grundsätzliche Finanzierungszusagen von zwei Banken sowie die eigene Beteiligung des Vertragsreeders mit 500.000 Euro an dem Fonds. Als weitere Vorteile nennt die G.U.B., dass ein externer Treuhänder bestellt wurde und eine externe Mittelverwendungskontrolle erfolge.

Schwächen/Risiken sieht die Ratingagentur darin, dass es sich erst um den zweiten Fonds von Neptun und einen Blind Pool handele. Außerdem habe das Emissionshaus keinen direkten Einfluss auf die Geschäftsführung des Fonds. Weitere Schwachpunkte sieht die G.U.B. darin, dass die Komplementärin jederzeit den Investitionsausschuss abberufen könne, keine Platzierungsgarantie abgegeben wurde und die Einnahmesituation noch offen sei. Ebenfalls als Nachteil wird die Verflechtung zwischen Reeder und Fonds-Geschäftsführung aufgeführt, wobei der Erwerb von Schiffen aus dem Bestand des Vertragsreeders vertraglich ausgeschlossen sei.

Die zur Cash-Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 37 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. (hb)

Foto: Neptun Fondskontor