22. Juni 2010, 16:18
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G.U.B.-Plus für Task Force NPL Fonds Nr. 1

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat die Fondspremiere des Leipziger Initiators Task Force Investor GmbH mit dem Urteil „positiv“ (Plus) bewertet. Die Analysten vergaben 57 von 100 möglichen Punkten für das Vorhaben, rund 25 Millionen Euro bei den Anlegern einzuwerben, um sie in so genannte Non-Performing Loans (NPL’s) zu investieren.

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Dabei handelt es sich um Not leidende Forderungen, deren Sicherheiten die Gläubiger (Banken, Versicherungen oder andere Finanzinvestoren) regelmäßig bereits verwertet haben und die aufgrund des erheblichen Aufwandes häufig nicht in ihrer verbleibenden Höhe gegenüber dem Schuldner oder Bürgen geltend gemacht werden. Die Fondsgesellschaft plant, mit Unterstützung der auf das Geschäft spezialisierten publity AG, ein Portfolio solcher unbesicherten Forderungen aufzubauen und aus der Verwertung Erlöse zu generieren. Der Kaufpreis für die Forderungen soll 1,5 Prozent der nominellen Forderungshöhe nicht übersteigen.

Positiv bewerten die Fondsexperten der G.U.B., dass Erfahrungen mit NPL’s ersichtlich sind und die publity AG seit 2006 auf dieses Geschäft spezialisiert ist und bereits Erfolge vorweisen kann. Zudem würde eine Risikostreuung der Investitionen angestrebt, und es seien ein externer Treuhandkommanditist sowie ein Mittelverwendungskontrolleur eingeschaltet. Pluspunkte gab es ferner dafür, dass der Initiator eigenen Angaben zufolge das angestrebte Mindestvolumen von zwei Millionen Euro bereits platziert und für die Hälfte dieser Summe ein Forderungspaket angekauft hat.

Als Schwächen/Risiken führt die Analyse auf, dass es sich um den ersten geschlossenen Fonds des Initiators handele und noch keine Erfahrungen hinsichtlich der Renditeerwartungen für die Anleger vorliegen. Zudem seien das konkrete Volumen und die Zusammensetzung des Portfolios noch offen, die Investitionskriterien nicht vertraglich verankert und höhere Kosten bei einem geringerem Platzierungserfolg möglich, da keine Platzierungsgarantie abgegeben wurde.

Insgesamt sieht die G.U.B. sowohl erhöhte unternehmerische Risiken als auch Chancen auf überdurchschnittliche Gewinne. Das Angebot eigne sich ausschließlich für risikoversierte Anleger, so das Fazit der G.U.B.-Analyse.

Die zur Cash-Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 37 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. (af)

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