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MPC Capital sichert eigenes Finanzierungsfundament nach schlechtem Jahr 2009

Das börsennotierte Emissionshaus MPC Capital, Hamburg, hat mit seinen Bankpartnern ein erleichterndes Maßnahmenpaket vereinbart, eine Kapitalerhöhung beschlossen und die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres mitgeteilt. Der scheidende Vorstand Ulrich Oldehaver beteiligt sich an der Finanzspritze.

Nachdem MPC das vergangene Jahr mit einem Fehlbetrag von 78,2 Millionen Euro abgeschlossen hat, konnte die Unternehmensführung eigenen Angaben zufolge weitreichende Zusagen der Finanzierungspartner hinsichtlich bestehender Kreditverträge und Verbindlichkeiten sowie deren Konditionen aushandeln.

Dabei sei unter anderem die Verlängerungen bestehender Kreditlinien und Zwischenfinanzierungen sowie das Aussetzen bestehender Besicherungspflichten (Covenants) vereinbart worden. Der Vertrag gelte für die kommenden dreieinhalb Jahre und sichere sowohl die Finanzierung des Konzerns selbst als auch der bereits in der Platzierung befindlichen wie auch künftigen Fonds, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung.

Darüberhinaus hätten die Hauptgesellschafter Corsair Capital, MPC Holding und Oldehaver Beteiligungsgesellschaft sowie der Aktionär Ulrich Oldehaver ihre Teilnahme an einer für April geplanten  Kapitalerhöhung in einer Größenordnung von rund 20 Millionen Euro zugesagt.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 weist das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von minus 15,1 Millionen Euro aus, nachdem im Jahr zuvor noch ein Ebitda von immerhin 2,63 Millionen Euro erreicht werden konnte. Trotz eines Platzierungsvolumens von rund 147 Millionen Euro sackte der MPC-Umsatz binnen Jahresfrist von 122,4 Millionen Euro auf  56,2 Millionen Euro ab.

Der Anteil aus der Initiierung und dem Vertrieb neuer Produkte an den Umsatzerlösen habe  rund 19 Prozent ausgemacht. Die wiederkehrenden Umsätze der Fondsverwaltung seien mit rund 53 Prozent der Erlöse ein stabiler Faktor im derzeit schwierigen Marktumfeld, teilt der Initiator mit.

Insbesondere die international rückläufigen Schifffahrtsmärkte hätten zu nicht liquiditätswirksamen Sondereffekten und Wertanpassungen geführt. Die Bilanzsumme des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag  216,4 Millionen Euro nach 242,8 Millionen Euro im Jahr 2008. Der Personalstand wurde binnen Jahresfrist um 114 auf 267 Mitarbeitern reduziert. Insgesamt sanken die Aufwendungen im Berichtszeitraum von  76,25 Millionen Euro im Jahr 2008 auf  55,4 Millionen Euro in 2009. (af)

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