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MPC wendet sich wieder den Schiffsfonds zu

Nach langer Abstinenz meldet sich der Hamburger Initiator MPC Capital mit einem Schiffsfonds am Markt zurück. Ab Januar 2011 können Anleger in den Capesize-Bulker MS Rio Manaus investieren und sollen von einem innovativen Auszahlungskonzept profitieren.

MPC-Vorstand Alexander Betz

Der Massengutfrachter verfügt über eine Tragfähigkeit von 180.000 tdw (tons dead weight) und wird bei einem Tochterunternehmen der koreanischen Hanjin Werft gebaut.

Nach der für Anfang Januar 2012 geplanten Ablieferung ist das Schiff  für einen Zeitraum von knapp zehn Jahren an die japanische Sanko Line verchartert, die MPC-Angaben zufolge eine Flotte von 193 Schiffen, darunter 61 Bulker, betreibt. Die Anfangscharter beträgt 37.950 US-Dollar pro Tag, ab November 2021 sinken die Tageseinnahmen vereinbarungsgemäß auf 36.500 US-Dollar.

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds setzt sich aus 61 Millionen US-Dollar Fremdkapital, einem Beitrag der Gründungsgesellschafter in Höhe von 60.000 US-Dollar und dem einzuwerbenden Eigenkapital in Höhe von gut 36,7 Millionen US-Dollar zusammen.
Anleger können ab 10.000 US-Dollar zuzüglich fünf Prozent Agio einsteigen.

Im Hinblick auf die geplanten Auszahlungen haben sich die MPC-Konzeptionäre ein ungewöhnliches Modell einfallen lassen: Während der zehnjährigen Erstbeschäftigung des Schiffes sollen durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr ausbezahlt werden. Neun Prozent davon sollen konzeptionsgemäß als Barauszahlung an die Anleger fließen.

Der Differenzbetrag wird  thesauriert und in einem Sicherheitendepot geparkt, das am Ende der Erstbeschäftigung aufgelöst und an die Anleger ausgeschüttet werden soll. Nach der Veräußerung des Bulkers zum kalkulierten Ende der Fondslaufzeit im Jahr 2029 prognostiziert MPC einen Gesamtmittelrückfluss an die Kommanditisten in Höhe von 215 Prozent der Einlage.

„Jetzt sind Schiffsbeteiligungskonzepte gefragt, die dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Anleger Rechnung tragen. Deswegen sieht das Konzept der Rio Manaus schon während der zehnjährigen Erstbeschäftigung eine hundertprozentige Auszahlung an die Anleger vor. Alle Beteiligten haben ihren Beitrag geleistet, um dies zu ermöglichen“, sagt MPC-Vorstandsmitglied Alexander Betz. (af)

Foto: MPC Capital