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Positive Vorzeichen bei Lloyd-Fonds-Ergebnissen

Das Emissionshaus Lloyd Fonds hat in den ersten neun Monaten 2010 einen Konzerngewinn von 4,3 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: minus 24,2 Millionen) erwirtschaftet. Das Ergebnis aus operativer Tätigkeit (Ebit) liegt bei 7,4 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: minus 22 Millionen). Im dritten Quartal haben die Hamburger mehr neues Eigenkapital platziert als in den beiden Vorquartalen zusammen – das Platzierungsziel für 2010 kann wegen Verzögerungen beim Kreuzfahrtfonds allerdings nicht mehr erreicht werden. 

Dr. Torsten Teichert, Lloyd Fonds

Für die Monate Januar bis September kann Lloyd Fonds einen Umsatz in Höhe von 15,4 Millionen Euro ausweisen (Vorjahreszeitraum: 13,2 Millionen Euro). Laut Unternehmensmitteilung zeigt sich in den Ergebnissen die Nachhaltigkeit der umgesetzten Kosteneinsparungen und die stabile positive Entwicklung der wiederkehrenden Erlöse.

Die Platzierungszahlen für den Neun-Monatszeitraum liegen bei 57,8 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 38,6 Millionen Euro). Das Volumen setzt sich aus 34,2 Millionen Euro neu platziertem Eigenkapital und 23,6 Millionen Euro notwendiger zusätzlicher Liquidität für laufende Fonds zusammen. Wie schon im Vorjahr stammt der größte Teil des Neuplatzierungsvolumens Unternehmensangaben zufolge aus dem Bereich Immobilien.

Seite 2 : Positive Platzierungszahlen gegen den Trend [1]

Im dritten Quartal hat Lloyd Fonds 27,3 Millionen Euro Eigenkapital platziert, was gegen den Branchentrend [2] einer deutlichen Steigerung im Vergleich zu den beiden Vorquartalen entspricht. Mit 18,3 Millionen Euro wurden zwei Drittel des Gesamtvolumens durch neu platziertes Eigenkapital generiert. Neun Millionen Euro davon entfallen auf zusätzlich benötigtes Kapital für Bestandsfonds.

“Da sich das Anlegerverhalten in der Krise verändert hat, sind inzwischen Sicherheit und transparente Strukturen die zentralen Themen bei Kapitalanlagen”, berichtet der Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Teichert. Diesem Wandel wolle man mit Fondskonzepten Rechnung tragen. “Die neuen Fonds, die wir dieses Jahr aufgelegt haben, sind positiv vom Markt angenommen worden. Der Büroimmobilienfonds Holland Den Haag ist voll platziert, der im Sommer aufgelegte Immobilienfonds Hotel Leipzig Nikolaikirche läuft gut und der seit August vertriebene Zweitmarktfonds Best of Shipping III stößt auf reges Interesse”, so Teichert weiter.

Seite 3: Hängender Kreuzfahrtfonds verhagelt Platzierungsprognose [1]

Der seit längerem geplante Kreuzfahrtfonds wird – anders als vorgesehen – in den nächsten Monaten noch nicht in den Vertrieb gehen können. “Nach langer Prüfung hat die BaFin mittlerweile dem überarbeiteten Konzept für unseren geplanten Kreuzfahrtfonds zugestimmt. Der Prospekt war bereits zuvor gestattet worden. Allerdings haben unsere Fondspartner eine endgültige Entscheidung über die Realisierung des Projektes bis ins Frühjahr 2011 zurückgestellt”, berichtet Teichert.

Vor diesem Hintergrund wird Lloyd Fonds die prognostizierten Eigenkapitalzahlen für das Gesamtjahr 2010 nicht mehr erreichen können und erwartet nun ein voraussichtliches Gesamtplatzierungsvolumen von 70 Millionen Euro. Das Konzernergebnis bleibt Unternehmensangaben zufolge davon unberührt. Das Unternehmen erwartet nach wie vor ein ausgeglichenes Ergebnis nach Steuern zu erwirtschaften.

“Auch wenn die Eigenkapitalzahlen durch die Verzögerung bei unserem Kreuzfahrtfonds nicht mehr erreichbar sind, so werden wir doch gestärkt aus diesem Jahr gehen”, bestärkt Finanz- und Vertriebsvorstand Michael F. Seidel. “Wir haben in den vergangenen Monaten unsere Hausaufgaben gemacht: Mit der Vereinbarung über eine Enthaftung haben wir die Risikoposition des Unternehmens maßgeblich verbessert, unsere Eigenkapitalquote hat sich deutlich erholt, der Vertrieb läuft besser und neue Produkte befinden sich in Vorbereitung”, so Seidel weiter. (te)

Foto: Lloyd Fonds