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Schiffsfonds: Zweitmarkt-Umsatz 2009 um 65 Prozent gesunken

Das Handelsvolumen am Sekundärmarkt für Schiffsbeteiligungen hat im vergangenen Jahr stark nachgelassen. 1.835 Fonds-Anteile mit einem Nominalkapital von 82,40 Millionen Euro weist die Jahresbilanz des Handelshauses Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) für den Gesamtmarkt aus – 65 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der durchschnittliche Handelskurs lag in den zwölf Monaten bei 68,81 Prozent der Nominalwerte. Insgesamt 45,27 Millionen Euro am Gesamtumsatz entfielen der Statistik zufolge auf die im Zweitmarkt aktiven Makler DZAG (22,63 Millionen Euro), DSM Deutsche Sekundärmarkt GmbH (8,56 Millionen Euro) sowie Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (14,08 Millionen Euro).

Zum Jahresendendgeschäft hat das Handelsvolumen verhalten zugelegt: Im Dezember 2009 vermeldeten die Teilnehmer im Zweitmarkt für geschlossene Schiffsbeteiligungen 111 öffentliche Handelsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von nominal 7,26 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im November waren es 128 Abschlüsse in Höhe von nominal 3,93 Millionen Euro.

Das Ranking der zehn Fonds der Emissionshäuser mit den besten Kursen blieb im Dezember erstmals komplett zweistellig (siehe Grafik). Den höchsten Kurs verzeichnete mit 95 Prozent der Vormonatszweite „CFB-Fonds Nr. 156“ mit dem Tanker TS „Britta“. Auf Rang zwei folgte mit 94 Prozent das Containerschiff MS „E.R. Felixstowe“ aus dem Hause Nordcapital, gefolgt von dem Bulk Carrier MS „Brunhilde Salamon“ der Salamon AG.

Mit 44 Verkäufen war der „Suezmax-Tanker Flottenfonds I“ aus dem Hause König & Cie. der meistgehandelte Fonds 2009. Der letzte Übertrag erfolgte im Dezember zu einem Kurs von 70 Prozent. Mit 2,82 Millionen Euro das größte nominale Handelsvolumen erreichte die Norddeutsche Vermögen mit der MS „Northern Grace“ bei einem durchschnittlichen Handelskurs von 90,92 Prozent.

Björn Meschkat, DZAG

An die Spitze des Initiatorenrankings 2009 setzte sich das Emissionshaus Carsten Rehder mit 20 Handelsabschlüssen von durchschnittlich 100 Prozent. „Das Emissionshaus profitiert dabei zwar von einem einzigen großen Deal. Das schmälert diesen Erfolg aber in keiner Weise“, erklärt DZAG-Vorstand Björn Meschkat.

Den zweiten Platz sicherte sich die Lloyd Fonds AG mit 68 Abschlüssen zu durchschnittlich 88,16 Prozent vor der Norddeutschen Vermögen mit 204 Abschlüssen zu im Schnitt 81,73 Prozent. (hb)

Fotos: Shutterstock, DZAG; Grafik: DZAG