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Windkraft: HSH-Studie bescheinigt exzellente Perspektiven

Trotz Finanzkrise hat die Windenergie-Branche ihre Kapazität im vergangenen Jahr deutlich steigern können. Das geht aus der 7. Windenergie-Studie der HSH Nordbank hervor. Bis 2019 erwartet das Institut eine Verdreifachung der weltweiten Leistung.

Der Untersuchung zufolge hat der Windenergie-Sektor 2009 erheblich an Dynamik gewonnen. Mit mehr als 38 Gigawatt (GW) ging 2009 annähernd doppelt so viel Stromerzeugungskapazität an die Netze wie 2007 – der Vorjahreswert wurde um fast 50 Prozent übertroffen.

Weltweit stiegen die Windenergie-Kapazitäten in 2009 auf 158,5 GW, so die Studie. In China wurde die Gesamtkapazität mit neu installierten 13,8 GW demnach mehr als verdoppelt. Mit einem Bestand von 25,8 GW hat das Reich der Mitte den einstigen Spitzenreiter (bis 2007) Deutschland inzwischen knapp überholt. Nur in den USA ist die Stromerzeugungskapazität aus Windkraft mit 35,1 GW noch höher.

Klar an Bedeutung gewonnen hat die Offshore-Windenergie. Obwohl der so erzeugte Strom wegen hoher Investitions- und Betriebskosten erheblich teurer ist als der vom Festland, waren zum Jahreswechsel in der EU laut HSH-Studie bereits Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp über zwei GW installiert. Mit Alpha Ventus vor Borkum hat auch Deutschland mittlerweile den ersten Windpark im Meer am Netz.

Die HSH Nordbank kommt in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass die Perspektiven für Windkraft als „exzellent“ zu bezeichnen sind. Obwohl der diesjährige Zubau von Verzögerungen bei der Finanzierung der tendenziell immer größer werdenden Projekte gebremst werden dürfte, erwartet das Geldinstitut weltweit einen forcierten Ausbau der Windenergie. Die HSH geht davon aus, dass sich die Leistung von knapp 160 GW (Ende 2009) auf mehr als 600 GW in 2019 weit mehr als verdreifachen wird. (hb)

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