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Beluga-Krise: EEH-Fondsschiffe wieder verchartert

Der von der Beluga-Krise [1] betroffene Initiator EEH Elbe Emissionshaus aus Leer hat seine beiden Mehrzweckschiffe Fabian und Svenja wieder am Markt untergebracht. Neuer Hauptcharterer für zunächst sechs Monaten ist das ebenfalls in Leer ansässige Schifffahrtsunternehmen BBC Chartering & Logistic. 

Zuvor waren die beiden Schwesterschiffe von der Beluga Chartering, die inzwischen Insolvenz angemeldet hat [2], an BBC untervermietet. Die Verträge waren jedoch in der vergangenen Woche wegen ausbleibender Zahlungen von der Geschäftsführung gekündigt worden.

Die Tagescharter beträgt laut EEH 11.000 US-Dollar pro Schiff, das entspricht knapp 7.900 Euro.

EEH-Geschäftsführer Christian Büttner: „Die neue Charterrate ermöglicht den Ein-Schiffs-Gesellschaften in den kommenden sechs Monaten die Deckung der Schiffsbetriebskosten, die Zahlung der Zinsen und die der vereinbarten Tilgungsraten für die Schiffshypothekendarlehen“.

Um jedoch die Liquiditätssituation zu entspannen, habe die finanzierende Bank die gerade fälliggewordenen Tilgungsraten vorerst zurückgestellt, so Büttner weiter. Vertragsreederei sei unverändert die Gesellschaft Elbe Shipping aus dem niedersächsischen Drochtersen.

Die Zubringerschiffe wurden auf einer chinesischen Werft gebaut und in 2008 abgeliefert. Sie sind 143 Meter lang, 21,5 Meter breit und können jeweils 962 Standardcontainer (TEU) aufnehmen. Darüber hinaus verfügen sie über eigenes Schwergutgeschirr. (hb)

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