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Betrugsverdacht gegen Ex-Beluga-Chef erhärtet sich

Der Betrugsverdacht gegen Ex-Beluga-Chef Niels Stolberg und weitere Führungskräfte erhärtet sich einem Zeitungsbericht zufolge. Bis Ende Juni will die Staatsanwaltschaft Klarheit schaffen.

“Der Sachverhalt einer Täuschung in Zusammenhang mit Kreditmitteln, die Oaktree Beluga für die Finanzierung von Schiffen oder dem Erwerb von Anteilen gewährt hat, hat sich nach unseren bisherigen Ermittlungen bestätigt”, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Bremen, Uwe Lyko, dem “Weser-Kurier”.

Die Behörde müsse nun klären, ob im Zuge dieser Täuschung ein Vermögensschaden für Oaktree entstanden sei – also in betrügerischer Absicht gehandelt wurde, sagte der Staatsanwalt weiter. In dem Fall müssten sie mit einer Anklage wegen schweren Betrugs nach Paragraf 263 StGB rechnen.

Dafür drohen bis zum zehn Jahre Haft. Bleibt es bei der Täuschung ohne Schadensnachweis, wäre der Straftatbestand des Kreditbetrugs nach Paragraf 265b gegeben. Dafür sind bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe vorgesehen.

Bis endgültige Klarheit darüber herrscht, ob und für welches Delikt Anklage erhoben wird, können jedoch noch viele Wochen vergehen. “Ich rechne nicht vor Ende Juni mit einem Ergebnis”, sagte Lyko.