G.U.B.-Dreifachplus für SolEs 23 von Voigt & Collegen

Die Hamburger Ratingagentur G.U.B. hat den Fonds „SolEs 23“ des Düsseldorfer Emissionshauses Voigt & Collegen mit 81 von 100 möglichen Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (Dreifachplus).

gub-dreifachplusDer Fonds investiert in eine mittelbare Beteiligung von rund 16 Prozent an dem Solarprojekt „Montalto 51“ in Italien sowie bei einem entsprechenden Platzierungserfolg in weitere Solarkraftwerke in Italien, Spanien und/oder Frankreich.

Das Projekt Montalto 51 hat ein Investitionsvolumen von knapp 278 Millionen Euro und finanziert die laut Prospekt größte Solaranlage Europas. Mehrheitsgesellschafter ist die US-amerikanische Versicherungsgesellschaft MetLife, weitere Anteile halten ein Infrastrukturfonds einer italienischen Bank sowie der Vorläuferfonds SolEs 22. Die Mindestbeteiligung an dem SolEs 23 beträgt 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio.

Als Stärken/Chancen wertet die G.U.B. die erfahrene Geschäftsführung sowie den bisher plangemäßen Verlauf der Fonds von Voigt & Collegen. Das Unternehmen ist Pionier bei Fonds mit Solaranlagen in Südeuropa und hat dort bereits über 300 Millionen Euro investiert. Zudem ist das Projekt Montalto 51 bereits fertiggestellt, durchfinanziert und am Netz. Das Fremdkapital wurde verbrieft, der Zinssatz langfristig festgeschrieben und der Initiator hat eine Mindest-Platzierungsgarantie über die für das Projekt benötigten 17,5 Millionen Euro abgegeben. Positiv bewertet die G.U.B. auch ein grundsätzlich bestehendes Rückgaberecht für die Anleger in bestimmten persönlichen Notlagen, die weitgehende Unabhängigkeit der Erträge von der allgemeinen Konjunkturlage sowie die vorteilhaften klimatischen Bedingungen in Südeuropa.

Unter Schwächen/Risiken führt die G.U.B. die noch vergleichsweise kurze Emissionshistorie der 2005 gegründeten Voigt & Coll. GmbH, Blind-Pool-Risiken in Hinblick auf etwaige weitere Projekte sowie weit gefasste Investitionskriterien auf. Das Projekt Montalto 51 hat eine komplexe Struktur und durch die Minderheitsbeteiligung bestehen entsprechend eingeschränkte Mitspracherechte. Zudem stuft die G.U.B. die Prognose für den Verkauf des Projekts im Jahr 2021 als ambitioniert ein, die fondsbedingten Kosten sind recht hoch und der Treuhänder ist mit dem Initiator verflochten.

Die zur Cash.Medien AG gehörende G.U.B. bewertet seit 38 Jahren Produkte des privaten Kapitalmarkts und ist damit die älteste Ratingagentur Deutschlands. Die vollständige Analyse zu dem „SolEs 23“ seht im G.U.B. Fonds-Portal zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Foto: G.U.B.

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.