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Insolvente Werft Sietas bekommt Kredit und Schonfrist

Bei Hamburgs Traditionswerft Sietas bleiben trotz der drohenden Insolvenz die Lichter an – zumindest bis zum Sommer 2012. Die HSH Nordbank hat eine Kreditzusage über insgesamt 23,2 Millionen Euro gegeben.

15 Millionen Euro davon entfallen auf einen Barkredit zur Fortführung der Geschäfte, 8,2 Millionen Euro auf einen Bürgschaftskredit zum Bau eines Schwimmbaggers. Daneben werde Sietas im nächsten halben Jahr noch ein oder zwei Fähren für einen dänischen Kunden bauen. Zudem steht die Werft nach eigenen Angaben in aussichtsreichen Verhandlungen über den Bau eines Errichterschiffs für Offshore-Windanlagen.

Die Geschäftsführung der Werft arbeite gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann an einem Zukunftskonzept. Dass nicht alle 700 Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können, sei bereits klar. Bis Ende Januar 2012 erhalten sie Insolvenzgeld, im Februar soll das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Das Traditionsunternehmen hat in der Vergangenheit fast 400 Containerschiffe gebaut.

Die Neuenfelder Maschinenfabrik (NMF), die auch zur Sietas-Gruppe zählt, aber nicht insolvent ist, muss ebenfalls schrumpfen. Wegen des zusammengeschmolzenen Auftragspolsters sollen rund 130 der 250 Stellen bei dem Hamburger  Kranbauer wegfallen. (af)

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