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Korea Line pleite: Bulkerfonds in Bedrängnis

Rückschlag für die Bulkerschifffahrt: Korea Line hat Gläubigerschutz beantragt, wie der Branchenbrief “Fondstelegramm” berichtet. Mit 39 eigenen Schiffen, darunter 25 Bulker mit einer Gesamtkapazität von 3,9 Millionen tdw, und weiteren 150 eingecharterten Schiffen, gehört die koreanische Reederei weltweit zu den größten Anbietern von Bulkertonnage.

Dem Fondstelegramm zufolge bräuchte die Korea Line dringend Kapital, um das Überleben zu sichern. Nachdem die Reederei bis Anfang der Woche noch versucht habe, Kunden zu beruhigen, denen die Schieflage nicht entgangen war, seien die Verhandlungen über den Sanierungsplan in der Nacht von Montag auf Dienstag geplatzt.

Damit sei völlig offen, welche bestehenden Verträge erfüllt werden. Viel werde davon abhängen, ob und falls ja wie schnell der koreanische Staat einspringt, um den Konzern vor dem Aus zu bewahren, so der Bericht weiter.

Von der Insolvenz sind dem Branchendienst nach auch etliche Fondsschiffe betroffen. So habe der Initiator Conti den Vertrieb des Fonds MS Conti Peridot mit Korea Line als Charterer aufgrund der unsicheren Situation bereits gestoppt. Anleger seien dem Fonds allerdings ohnehin noch nicht beigetreten. Sobald die neuen Konditionen für das Schiff – eventuell auch mit neuem Charterer – vorliegen, werde das MS Conti Peridot in einen neuen Fonds eingebracht.

Zu den weiteren Schiffsfonds, die mit Korea Line als Charterer angetreten waren, zählen laut Fondstelegramm MS Conti Saphir, MS Conti Selenit und Nordcapitals Bulkerflotte 1, in der sieben von neun Schiffen bei Korea Line beschäftigt sind. Schiffe aus den Fonds Maritime Werte 4 von Hannover Leasing und Flottenfonds 12 von Lloyd Fonds hätten ebenfalls Korea Line als Charterer. Die Fonds konnten dem Bericht zufolge jedoch nicht platziert werden. (hb)

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