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28. September 2012, 12:28
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Zweitmarkt: Neue Spielregeln für Emissionshäuser

Am Silvestertag 2012 läuft die Übergangsfrist zur Umsetzung der Regeln des Vermögensanlagengesetzes aus, das bereits zum 1. Juni 2012 in Kraft getreten ist. Mit weitreichenden Konsequenzen für die Emissionshäuser.

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Marc Drießen, Vorstand der Hesse Newman Capital AG

 

Fortsetzung des Artikels “Regulierungsbedingt konsolidiert” von Andreas Friedemann

Auf eine bestehende KWG-Struktur kann der ebenfalls börsennotierte und in Hamburg ansässige Initiator Hesse Newman Capital AG nicht zurückgreifen. Bis zum Jahresende wollen die Hanseaten jedoch weder Kosten noch Mühen scheuen, um den Zulassungsantrag zu stellen und weiterhin hausintern Fondsanteile handeln zu können. Bisher hatte sich das Emissionshaus auf maritime Beteiligungsangebote konzentriert, in Kürze sollen auch Immobilienfonds hinzukommen.

„Unsere Analysten haben bereits im Jahr 2011 angefangen, eine umfangreiche Datenbank und ein Bewertungssystem für Immobilienfonds aufzubauen. Dies verstehen wir als Investition in die Zukunft“, sagt Marc Drießen, Vorstand der Hesse Newman Capital AG, und sieht gute Einstiegschancen. „Während das Interesse von potenziellen Verkäufern ungebremst ist, ist infolge der Finanzkrise die Zahl der Investoren auf dem Zweitmarkt zurückgegangen. Durch die Verknappung der Liquidität hat sich daher seit Ende des Jahres 2008 der Zweitmarkt zu einem Käufermarkt entwickelt, mit deutlich gesunkenen Kursen. Gewinner dieser Marktsituation sind die verbliebenen Käufer“, ist sich Drießen sicher.

Zu denen will Drießen auch gehören und bietet seit Anfang August 2012 seinen ersten Immobilienzweitmarktfonds an. Der Hesse Newmann Classic Value 7 soll ohne Fremdkapital auskommen und steht Anlegern ab 10.000 Euro zuzüglich drei Prozent Agio zur Zeichnung offen. Rund 15,5 Millionen Euro will der Initiator einsammeln und davon bis zu 100 Anteile an Büro-, Einzelhandels- und Wohnimmobilienfonds erwerben. Im Fokus der Investitionsstrategie stehen vor allem Beteiligungen mit Objekten in deutschen Metropolregionen, also München, Stuttgart, Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin, die um Investitionen in westeuropäischen Hauptstädten wie beispielsweise London, Paris oder Brüssel ergänzt werden können.

Seite 2: Die Regulierung erfordert neue Produktkonzeptionen

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