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Feri: Deutliche Auswirkungen der KAGB-Einführung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im dritten Quartal dieses Jahres 51 geschlossene Fonds [1] gestattet. Während im Juli vor Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) noch 46 Fonds genehmigt wurden, waren es im August drei Fonds und im September nur noch zwei Fonds.

Die Zahl der genehmigten Fonds ging ab August deutlich zurück.

Von den 51 Fonds liegen für 29 Fonds auswertbare Informationen vor, so dass diese in der Quartalsanalyse der Feri Euro Rating Services AG berücksichtigt wurden. Insgesamt wurden im dritten Quartal 574,7 Millionen Euro Eigenkapital genehmigt. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ist dies ein Anstieg um 19 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet dies allerdings einen deutlichen Rückgang um rund 50 Prozent.

Spezialitätenfonds legen gegenüber Vorjahr zu

Zu den Gewinnern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gehören die Spezialitätenfonds. Das prospektierte Eigenkapital stieg um 112 Prozent. Die Anzahl der Spezialitätenfonds ist dabei von sechs auf fünf zurückgegangen. Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten auch die Immobilienfonds mit einem Anstieg des gestatteten Eigenkapitals um 61 Prozent.

Fast alle Assetklassen verlieren gegenüber Vorquartal

Bis auf die Schiffsfonds haben im Vergleich zum Vorquartal alle Assetklassen deutlich verloren. Der Schiffsfonds der Oltmann Gruppe kommt auf ein prospektiertes Eigenkapital von 14 Millionen Euro. Bei Erneuerbaren Energien ist ein Rückgang des Eigenkapitals um 20 Prozent festzustellen. Bei Private Equity sind es 40 Prozent, bei Immobilienfonds 34 Prozent, Spezialitätenfonds verzeichneten einen Rückgang von 65 Prozent. Die Anzahl der Flugzeugfonds blieb unverändert bei einem, auch hier ging das prospektierte Eigenkapital um 80 Prozent zurück. (kb)

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