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Gewerbeimmobilienmarkt im Aufwind

Nach dem Rekordjahr 2006 wird der Aufschwung am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt in diesem Jahr in die nächste Runde gehen, prognostiziert die Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi), Frankfurt/Main.

Mit einem Volumen von 46,1 Milliarden Euro seien im Jahr 2006 die Investitionen in diesen Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent gestiegen. In diesem Jahr werde das Investitionsvolumen laut Degi um weitere 15 Prozent zulegen. Grund: Stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen, sinkende Arbeitslosigkeit sowie der im internationalen Vergleich niedrige Zinssatz machen Deutschland insbesondere für ausländische Investoren zu einem lukrativen Standort.

Für zusätzliche Impulse am deutschen Investmentmarkt sorge die für 2007 geplante Einführung von REITs (Real Estate Investment Trusts, cash-online berichtete [1]). Rund ein Viertel der DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen bekundete in einer Degi-Umfrage die Bereitschaft, Immobilien in einen REIT oder Immobilienfonds einzubringen. Vorrangig gilt dies für Büro- oder Einzelhandelsimmobilien.

Im vergangenen Jahr gingen 15 Immobilienunternehmen an die Börse, für die nächsten zwölf Monate erwartet Degi ? auch durch die zusätzliche Rechtsform eines REITs – mit 20 Börsenkandidaten noch eine größere Anzahl an Immobilien-IPOs.

Allerdings konnte Deutschland nur unterproportional von der positiven Entwicklung des Weltmarktes im Jahr 2006 profitieren. Rund um den Globus kletterten die Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien gegenüber 2005 um 38 Prozent auf 682 Milliarden US-Dollar ? fast doppelt soviel wie im Jahr 2003. Das teilt das internationale Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle mit.

Damit fiel auf diesen Sektor der Löwenanteil globaler Immobilieninvestments (900 Milliarden Dollar). Zudem sei die Globalisierung der Asset-Klasse ungebrochen: So machen grenzüberschreitende Transaktionen mittlerweile 42 Prozent des gesamten Investitionsvolumens aus. 2005 lag der Anteil noch bei 34 Prozent.