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Commerzbank bietet Verkaufsschutz

Die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, plant, Eigenheim-Kredite künftig gegen Gebühren mit Verkaufsschutz anzubieten.

Die Bank erklärt damit vertraglich, auf einen Weiterverkauf von Darlehen zu einem späteren Zeitpunkt zu verzichten. Das Angebot können auch bestehende Kunden nutzen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen soll das Produkt im April starten. Der Preis für die Garantie wird voraussichtlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der Kreditsumme per annum liegen.
Das Kreditinstitut reagiert mit dem Produkt auf die weltweite Finanzmarktkrise und die dadurch geschürte Verunsicherung bei Kreditnehmern. Die Commerzbank bezieht sich auf eine repräsentative Umfrage, die in ihrem Auftrag vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführt wurde. Danach äußerte sich mehr als die Hälfte der Befragten besorgt angesichts der Möglichkeiten von Banken, Kredite weiterzuveräußern, rund zwei Drittel wären über einen Verkauf ihres Eigenheimkredits verärgert und etwa vier Fünftel zeigten großes Interesse an einer garantierten Nichtveräußerung.

In der jüngeren Vergangenheit ist es bei Banken zunehmend üblich geworden, Darlehen an Investoren weiter zu verkaufen. Auf diese Weise können Geldhäuser die Kosten von Kapitalerhöhungen umgehen und zugleich Risiken abbauen. Auch für Investoren war es, bis der Markt im letzten Jahr zusammenbrach, ein lukratives Geschäft. Kunden profitieren von diesem Vorgang in der Regel nicht, sie müssen damit rechnen, dass sich die Konditionen zu ihren Ungunsten ändern.

Die Problematik im Zusammenhang mit der Weitervergabe von Krediten hat auch auf politischer Ebene zu einer Diskussion geführt. Verbände und Parteien fordern Schutzmaßnahmen für Kreditkunden (cash-online berichtete hier [1]). (hb)