Druck auf Ex-HRE-Manager wächst

Die ehemalige Vorstandsriege des schwer angeschlagenen Münchner Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) gerät mehr und mehr unter Druck. Die Staatsanwaltschaft München wirft dem ehemaligen HRE-Chef Georg Funke und weiteren Führungskräften eine zu riskante Geschäftspolitik vor und prüft nun Schadensersatzansprüche.

Bereits Mitte des Jahres geriet die Führungsmannschaft aufgrund des Vorwurfs der Marktmanipulation und falscher Darstellung nach dem Aktiengesetz ins Visier der Staatsanwaltschaft (cash-online berichtete hier). Bei einer Razzia in der vergangenen Wochen durchsuchten die Ermittler neben den Geschäftsräumen der Hypo Real Estate auch Privaträume von Vorstandsmitgliedern auf Hinweise.

Mehrere Aktionäre des Konzerns, der vergangenen Freitag aus dem deutschen Leitindex Dax abgestiegenen Immobilienbank, hatten nach dramatischen Kursverlusten der Aktie Anzeige erstattet. Der Konzern stritt bis Januar 2008 jede nennenswerte Betroffenheit von der Finanzmarktkrise ab und verschwieg den Anlegern die tatsächliche Lage des später um Haaresbreite kollabierten Konzerns, so der Vorwurf der Kläger. (hb)

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