EU-Energiespardirektive: Deutschland ist Klassenprimus

Während Deutschland die von der Europäischen Union verabschiedete Energiespardirektive für Wohnimmobilien bereits umsetzt, haben insbesondere die neuen EU-Mitgliedsstaaten Schwierigkeiten die Anforderungen zu erfüllen. Positive Ausnahmen sind lediglich Ungarn und die Slowakei. Dies ist das Ergebnis des heute von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS), London, vorgestellten Berichts ?Towards an Energy Efficient Building Stock?.

Neben Deutschland setzten auch Dänemark, die Niederlande und Portugal alle in der Direktive geforderten Maßnahmen bereits in nationales Recht um. Das Gros der neuen Mitgliedsstaaten und Griechenland wird die Maßnahmen erst zum 1. Januar 2009 vollständig übernehmen. Gleichwohl haben viele Staaten Maßnahmen getroffen, die Energiebilanz von Bestandsimmobilien im Wohnbereich zu verbessern, so der Bericht.

Ursula Hartenberger, Head of Public Affairs bei der RICS in Europa, kommentiert: ?Nach einen Jahr haben wir zum zweiten mal die Wirkung der Direktive untersucht und kommen zu dem Schluss, dass sich ein Bewusstseinswandel abzeichnet. Der Umstand, dass insbesondere in Osteuropa die Umsetzung langsamer verläuft, ist dem Zustand geschuldet, dass diese Länder über einen größeren Teil an älteren und beziehungsweise weniger energieeffizienten Wohnimmobilien verfügen. Mangelnder politischer Umsetzungswille ist hier nur zur Teil verantwortlich.?

Gebäude tragen mit einem Anteil von rund 40 Prozent zum gesamten Kohlendioxid-Ausstoß bei. Daher komme der EU nach Ansicht der RICS eine wichtige Rolle bei der Sicherung von Energieeffizienz im Gebäudebereich zu. (mo)

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