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GdW: Investitionen steigen, Neubauvolumen geht zurück

Die Investitionen der im GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Berlin, vertretenen Unternehmen sind im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Branchenverband zieht für 2007 ?insgesamt eine weitgehend positive Bilanz?, so GdW-Präsident Lutz Freitag auf der heutigen Jahrespressekonferenz in Berlin, im Rahmen derer die Zahlen präsentiert wurden.

Allerdings sei die Neubautätigkeit mit einem Rückgang um über sechs Prozent auf etwa 11.872 Wohneinheiten im zurückliegenden Geschäftsjahr deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr. Die Zuwächse beim Investitionsvolumen erklärten sich vor allem durch Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, auf die rund drei Viertel der Ausgaben entfallen seien.

Die GdW-Mitglieder sind mit ihrer derzeitigen Geschäftslage indes größtenteils zufrieden, 60 Prozent bewerten diese als ?positiv?. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Unternehmen mit Anstiegen um 6,2 Prozent bei den Investitionen und um 29 Prozent bei der Neubautätigkeit. Dennoch geht der GdW vor dem Hintergrund der erteilten Baugenehmigungen für 2008 von einer rückläufigen Anzahl fertig gestellter Objekte aus. Das erwartete Volumen von 204.000 neuen Wohneinheiten würde einen neuen Tiefststand darstellen. Die Baugenehmigungen waren bereits binnen Jahresfrist um ein Viertel eingebrochen.

Die Leerstandsquote der GdW-Unternehmen verringerte sich auf Jahressicht um 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Ende 2007 betrug der Leerstand damit 252.000 Wohneinheiten. (hb)