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Gewerbe-Investments: Deutschland kann sich behaupten

Während Investitionen in europäische Gewerbeimmobilien in 2007 im Vorjahresvergleich um 13 Prozent zurückgegangen sind, konnte der deutsche Markt deutlich zulegen, obgleich auch hierzulande die Subprime-Krise ihre Spuren hinterlassen hat.

Mit rund 55 Milliarden Euro nahm das Transaktionsvolumen binnen Jahresfrist um elf Prozent zu. Somit habe der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt 2007 ein ?historischen Höchststand? erreicht, teilt das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL), Frankfurt/Main, mit.

Mehr als die Hälfte der Transaktionen fiel auf Büroobjekte (57 Prozent/31,4 Milliarden Euro). Weitere 21 Prozent wurden in Einzelhandelsobjekte, acht Prozent in gemischt genutzte Immobilien, fünf Prozent in Logistik-/Industrieimmobilien, vier Prozent in Grundstücke und zwei Prozent in Hotels investiert.

Trotz des Wachstums sei Krise auf den Finanzmärkten auch am deutschen Immobilienmarkt nicht spurlos vorbeigezogen, so JLL. Im Gegenteil: Das erste und zweite Halbjahr 2007 entwickelten sich sehr gegensätzlich.

Das zeige sich zum einen an der veränderten Käuferstruktur: Hatten Private Equity/Hedge Fonds zu Beginn des Jahres noch einen Anteil von 15 Prozent, waren es im Herbst lediglich noch zwei. Dagegen sind Investoren mit einer höheren Eigenkapitalquote die Gewinner der Entwicklung: Immobilien AGs, geschlossene und offene Fonds konnten zusammen mit den Entwicklern ihren Anteil am Transaktionsvolumen in 2007 auf rund 41 Prozent (22,5 Milliarden Euro) steigern. Auch der Anteil ausländischer Käufer ist zu Gunsten der einheimischen im Jahresverlauf gefallen.

Zum anderen seien die Netto-Anfangsrenditen im Prime Office Segment in den fünf Bürohochburgen um knapp 20 Basispunkte im Laufe des Jahres 2007 auf durchschnittlich 4,58 Prozent gestiegen. Noch deutlicher (bis zu 50 Basispunkte) war der Preisrückgang in B-Standorten. Bis Ende 2008 werde sich die Spitzenrendite um weitere 20 Basispunkte nach oben verändern und ein Transaktionsvolumen von 45 Milliarden Euro (minus zehn Milliarden) erreicht, prognostizieren die JLL-Experten. (hi)