Gewerbeimmobilien: Umsatz in 2008 um 65 Prozent geschrumpft

Der deutschlandweit registrierte Investmentumsatz im Segment Gewerbeimmobilien fiel im vergangenen Jahr um rund 65 Prozent auf knapp 20,7 Milliarden Euro.

Die sechs wichtigsten Bürostandorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München verbuchten ein Transaktionsvolumen von gut 9,2 Milliarden Euro ? das entspricht einem Rückgang um rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt der ?Investment Market Report 2009?, den der Gewerbeimmobilien-Berater Atisreal, Frankfurt, Ende Februar veröffentlichen wird.

„Finanzierungsmöglichkeiten kaum vorhanden“

?Die Auswirkungen der Finanzkrise haben den Investmentmarkt in den letzten Monaten des Jahres 2008 fast zum Stillstand kommen lassen? so Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von Atisreal Deutschland. Das stark gesunkene Transaktionsvolumen sei allerdings weniger auf mangelndes Investoreninteresse, sondern vielmehr auf momentan kaum vorhandene Finanzierungsmöglichkeiten zurückzuführen.

Fast 64 Prozent des Gesamtumsatzes (rund 13,2 Milliarden Euro) machten Einzeldeals aus, wogegen nur 7,5 Milliarden Euro auf Portfolio-Transaktionen entfielen. Darin zeige sich, dass sich die Käufer wieder stärker auf die Qualität der einzelnen Immobilien konzentrieren und der Ansatz, möglichst viel Volumen zu stemmen, in den Hintergrund rücke, meint Bienkowski.

Vor allem Büros und Handelsobjekte begehrt

Im Visier hatten Käufer im letzten Jahr vor allem Büroobjekte, in die rund 6,9 Milliarden Euro investiert wurden, und Einzelhandelsimmobilien, die es auf einen Gesamtumsatz von gut 7,2 Milliarden Euro brachten. Bei letzteren machte sich allerdings der Sondereinfluss des Verkaufs des Arcandor-Portfolios mit einem Volumen von über zwei Milliarden Euro bemerkbar. Logistikimmobilien trugen mit etwa 1,9 Milliarden Euro gut neun Prozent zum Gesamtvolumen bei.

An der Spitze der deutschen Top-Standorte liegt Berlin mit einem Umsatz von 2,29 Milliarden Euro, gefolgt von Hamburg mit 1,92 Milliarden Euro sowie Frankfurt und München mit jeweils rund 1,45 Milliarden Euro. (hb)

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