14. Mai 2009, 00:00
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Umfragen: Immobilien als Inflationsschutz im Trend

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Immobilienverbandes IVD, beide Berlin, betrachten mehr als die Hälfte der Deutschen Immobilien als den besten Schutz vor Inflation. Eine Umfrage unter IVD-Migliedsunternehmen hat zudem ergeben, dass die Sorge vor einer Geldentwertung Hauptgrund für den Erwerb einer Immobilie ist. Die Makler berichten von einer spürbar steigenden Nachfrage.

Die Ende April 2009 unter 1.001 Bundesbürgern durchgeführte repräsentative Forsa-Umfrage spiegelt zudem die Auffassung wider, dass Wohneigentum im Rahmen der Altersvorsorge eine größere Rolle spielen wird. 58 Prozent der Befragten stützen diese These. “Gerade in Krisenzeiten entdecken die Menschen in Deutschland die Immobilie als werthaltige Assetklasse wieder, kommentiert IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling.

Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Zwei Drittel der Bundesbürger halten es für wichtig, dass sich möglichst viele Menschen Wohneigentum anschaffen können. 51 Prozent sind der Meinung, dass der Staat den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie stärker fördern sollte.

Laut der Umfrage hat rund die Hälfte der Mieter (48 Prozent) bereits über einen Immobilienerwerb nachgedacht. “Es gibt in Deutschland rund 21 Millionen Mieterhaushalte – zehn Millionen müssen demnach als verhinderte Eigentümer gelten. Hier ist ein großer Bedarf an Förderung des Wohneigentums vorhanden”, interpretiert der Verbandsvize Jürgen Michael Schick die Zahlen.

Eine aktuelle Umfrage unter den rund 6.000 Mitgliedsunternehmen des IVD, an der sich 723 Firmen beteiligten, hat darüber hinaus ergeben, dass für 43 Prozent der Immobilienkäufer die Sorge vor Geldentwertung und die Einschätzung der Immobilie als sichere Anlageform die Hauptgründe für den Erwerb einer Immobilie sind. An zweiter Stelle folgten das günstige Zinsniveau und die guten Rahmenbedingungen für einen Immobilienkauf (34 Prozent). Immerhin noch sieben Prozent nannten die gute Vermietbarkeit der Immobilie als Kapitalanlage als Motiv.

38 Prozent der IVD-Makler gaben im Rahmen der Umfrage an, dass es eine sehr stark steigende oder eine steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern zur Selbstnutzung gibt. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen zur Kapitalanlage wird nicht ganz so positiv eingeschätzt. ?Hier zeigt sich, dass die einzelne Eigentumswohnung zur Kapitalanlage in Deutschland in den vergangenen Jahren keinen ausgeprägten Markt hatte. Diese Entwicklung wirkt im ersten Halbjahr 2009 fort?, so Kießling.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den vermieteten Mehrfamilien- oder Zinshäusern. 46 Prozent der befragten IVD-Mitglieder gaben an, dass es eine stark steigende oder eine steigende Nachfrage nach dieser Anlageklasse gibt. (te)

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