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Deutsche würden gerne früher ins Eigenheim

Viele Bundesbürger würden gerne in jungen Jahren eigene vier Wände erwerben. Insgesamt 45 Prozent aller Deutschen finden, dass der Lebensabschnitt zwischen 30 und 35 Jahren der ideale Zeitpunkt für den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie ist.

Das hat die Baugeldstudie des Mannheimer Baugeldvermittlers Hypothekendiscount unter mehr als 500 Befragten ergeben. 26 Prozent würden sogar noch früher investieren wollen: Sie halten das Alter zwischen 25 und 30 Jahren für optimal. Die Zeit nach der Heirat oder nach der Geburt eines Kindes sehen dagegen nur wenige als günstigen Zeitpunkt, um ein Eigenheim zu erwerben.

„Viele Deutsche möchten frühzeitig eine Immobilie erwerben. Tatsächlich sind viele Käufer aber zwischen 35 und 45 Jahre alt, wenn sie in selbst genutztes Wohneigentum investieren“, kommentiert Kai Oppel, Sprecher von Hypothekendiscount. Grundsätzlich spricht laut Oppel nichts gegen ein frühzeitiges Investment in Immobilien. Viele junge Käufer verfügten zwar über weniger Eigenkapital, was die Zinsen des Immobilienkredites leicht erhöhe. Im aktuellen Zinstief seien aber auch Darlehen für Käufer mit wenig Eigenkapital bereits zu einem günstigen Zinssatz von rund vier Prozent per annum erhältlich.

Ab einem Alter von 35 Jahren verfügen viele Käufer laut Hypothekendiscount über ausreichend Eigenkapital und konkrete Vorstellungen zur Lebensplanung. „Wer zu diesem Zeitpunkt investiert, ist vor der Rente schuldenfrei, was den späteren finanziellen Spielraum ab 55 Jahren deutlich erhöht“, erklärt Oppel. Wer erst in einem Alter ab 45 Jahren eine Immobilie kaufe, sollte dagegen höher tilgen und mehr Eigenkapital einbringen. Ratsam seien so genannte Volltilgerdarlehen, die keinen weiteren Anschlusskredit erfordern. (bk)

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