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Europäische Gewerbeimmobilien: Investitionen steigen deutlich

Der internationale Immobilienberater Jones Lang LaSalle (JLL) erwartet, dass die Direktinvestitionen in den europäischen Gewerbeimmobilienmarkt im Jahr 2010 deutlich ansteigen und um 20 bis 30 Prozent höher liegen als in 2009. Damit würde das Volumen von 69,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf 85 bis 90 Milliarden Euro klettern.

Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des European Capital Markets Bulletin von JLL hervor. Der Report verweist auf die bereits im Verlauf des vergangenen Jahres einsetzende Erholung: Dabei wurde eine Verdoppelung des Transaktionsvolumens zwischen dem ersten Quartal 2009 (11,6 Milliarden Euro) und dem vierten Quartal 2009 registriert (24,6 Milliarden Euro) sowie ein Plus von 50 Prozent im Zwölf-Monatsvergleich des vierten Quartals.

„Die – zumindest verbesserte – Verfügbarkeit von Fremdkapital, die Beobachtung, dass die Preisfindung ihren Boden erreicht oder die Preise schon wieder steigen, die leicht zunehmende Risikobereitschaft der Investoren sowie die vermehrt dem Markt zur Verfügung stehenden immobilen Anlagemöglichkeiten unterstützen das Wachstumspotenzial“, so Chris Staveley, Regional Director EMEA Capital Markets bei JLL. Allerdings bewege sich das für 2010 erwartete Volumen historisch betrachtet immer noch auf niedrigem Niveau und läge in etwa auf dem Level von 2002 (85,1 Milliarden Euro). Ein Grund für die eher allmähliche Erholung sei die Fokussierung der Investoren auf ein schmales Spektrum an Cashflow-generierenden 1A-Core-Objekten.

Der Anteil grenzüberschreitender Investitionen am europaweiten Transaktionsvolumen lag in 2009 bei unter 50 Prozent. Die Hälfte aller Investitionen konnte Großbritannien auf sich verbuchen, gefolgt von Frankreich mit elf Prozent, Spanien mit acht Prozent und den mittel- und osteuropäischen Ländern mit zusammengerechnet ebenfalls acht Prozent. JLL erwartet, dass sich die Investoren in 2010 wieder auf eine größere Bandbreite europäischer Märkte fokussieren. Als aktivste Käufer bei den grenzüberschreitenden Investitionen erwiesen sich globale Kapitalsammelstellen mit 32 Prozent, gefolgt von deutschen Investoren mit rund 24 Prozent. (bk)

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