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Immobilieninvestoren: Heimatmärkte bevorzugt

Immobilieninvestoren konzentrieren sich weltweit vor allem auf die Märkte ihrer Heimatregionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE).

Demnach wird sich der Schwerpunkt der Investments in den kommenden Jahren sowohl in Europa als auch in Asien und Amerika auf den Heimatmarkt und angrenzende Märkte der entsprechenden Kontinente konzentrieren.

Für den europäischen Teil der Untersuchung wurden über 270 Immobilieninvestoren nach ihren Investitionsschwerpunkten befragt. Dabei nannten 60 Prozent Europa als geographischen Schwerpunkt. Asien bietet für 21 Prozent der Befragten und Nordamerika für zwölf Prozent die attraktivsten Investitionsmöglichkeiten.

In den USA liegen die Präferenzen laut CBRE ähnlich: „Unsere Untersuchung mit vergleichbarer Größe in den USA hat ergeben, dass 58 Prozent der US-Investoren 2010 einen nationalen Anlagefokus haben, während 16 Prozent vornehmlich nach Asien schauen und 12 Prozent nach Europa“, kommentiert Raymond Torto, globaler Chef-Ökonom bei CB Richard Ellis.

Bei der Auswahl der präferierten Marktsegmente gibt es jedoch Unterschiede. „Immobilieninvestoren in Europa fokussieren sich auf Büroimmobilien, darauf folgen Einzelhandelsflächen. In den USA haben wir aktuell einen Fokus auf Wohnimmobilien, der Bürosektor kommt erst an dritter Stelle“, so Torto.

Laut Torto haben amerikanische Investoren durch den sich in den USA abzeichnenden stärkeren Aufschwung einen anderen strategischen Fokus. Dort gebe es ein fast gleichmäßiges Verhältnis von Investoren, die an Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial interessiert sind und denen, die erstklassige Immobilien in zentralen Lagen bevorzugen. Darüber hinaus würden Investoren in den USA anders als ihre europäischen Kollegen weniger stark mit einem erneuten wirtschaftlichen Abschwung rechnen. (bk)

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