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IMX Immobilienindex: Wohnimmobilienpreise leicht gestiegen

Die Internetplattform Immobilienscout24, Berlin, hat erstmals eine Auswertung ihres neu begründeten Immobilienindex IMX vorgelegt. Demnach verzeichnet der deutsche Markt für Wohnimmobilien leichte Preissteigerungen in allen Segmenten. Das weiterhin günstige Zinsniveau für Immobilienkredite stimuliere die Nachfrage bei gleichzeitig leicht sinkendem Angebot.

Am deutlichsten ist der Aufwärtstrend bei Neubauwohnungen zu beobachten, bei denen der Preisindex gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent stieg. Für Bestandswohnungen liegt der Zuwachs bei 1,5 Prozent. Bei den Wohnhäusern (Einfamilien-, Doppel-, und Reihenhäuser) liegen die Preise im Neubaubereich zwei Prozent höher als im Vorjahr, Bestandsobjekte verzeichnen ein Plus von 1,7 Prozent. Der IMX wird auf Basis von über acht Millionen Immobilienangeboten gebildet.

Die Preisentwicklung weist laut Immobilienscout24 jedoch deutliche regionale Unterschiede auf. Während in Frankfurt die Preise für Neubauwohnungen im vergangenen Jahr um 11,8 Prozent gestiegen sind, zeigt die Kurve in Köln mit einem Rückgang um 1,1 Prozent leicht nach unten. Noch deutlicher sind die Unterschiede bei Neubau-Wohnhäusern ausgeprägt (Frankfurt 15,3 Prozent, Köln -0,8 Prozent).

Eine positive Preisentwicklung lässt sich auch in Hamburg und München beobachten. In Hamburg können sowohl die Preise für Neubauwohnungen (plus 7,1 Prozent) als auch für Neubau-Wohnhäuser (plus 4,3 Prozent) zulegen. In München liegen die Zuwächse für Neubauwohnungen bei 9,5 Prozent und für Neubau-Wohnhäuser bei 10,6 Prozent.

Anders sieht es dagegen in Berlin aus. Während die Preise für Wohnungen an der Spree spürbar steigen (Neubau 9,3 Prozent, Bestand 4,5 Prozent), können die Hauspreise das Vorjahresniveau nicht erreichen (Neubau -1,7 Prozent, Bestand -3,6 Prozent).

„Obwohl sich der Markt insgesamt als robust erweist, beobachten wir in den einzelnen Regionen und Teilsegmenten durchaus unterschiedliche Entwicklungen. Für die Zukunft ist aufgrund der veränderten energetischen Vorschriften mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen. In einfachen und schlechten Lagen dürfte es allerdings schwer fallen, diese Kosten umzulegen“, kommentiert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei ImmobilienScout24, die Ergebnisse. (bk)

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